Abkommen mit dem Kosovo

Westerwelle in Serbien: "Die Zeit drängt"

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Guido Westerwelle (l.) und Serbiens Vize-Regierungschef Aleksandar Vucic.

Belgrad - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat bei einem Besuch in Serbien die rasche Umsetzung des Normalisierungsabkommens mit dem Kosovo gefordert.

Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für Serbiens weitere Annäherung an die EU, sagte Westerwelle am Sonntagabend in Belgrad.

Der serbische Vize-Regierungschef Aleksandar Vucic äußerte sich zuversichtlich über einen Termin noch im Juni für EU-Beitrittsverhandlungen seines Landes. Von Deutschland erwarte Serbien Unterstützung bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und „sehr viel mehr Investitionen“. Vucic gilt als Vater des vor einem Monat geschlossenen Pakts mit dem Kosovo.

Einen Termin für Beitrittsverhandlungen soll Belgrad nur bekommen, wenn das Brüsseler Abkommen in Ansätzen auch angewendet wird. Es sieht unter anderem den Rückzug der serbischen Behörden aus dem Norden des Kosovos vor. Das Kosovo war einst eine serbische Provinz und ist seit 2008 unabhängig.

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An diesem Montag trifft Westerwelle mit dem serbischen Präsidenten Tomislav Nikolic und Ministerpräsident Ivica Dacic zusammen. Dann geht es weiter nach Pristina zu Gesprächen mit Regierungschef Hashim Thaci.

Vor seiner Reise hatte Westerwelle beide Seiten dazu aufgerufen, das von der EU vermittelte Abkommen jetzt „rasch, effektiv und nachhaltig“ umzusetzen. „Allen Beteiligten muss klar sein, dass die Zeit drängt. Worten sollten jetzt sichtbare Taten folgen.“

dpa

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