Westerwelle dankt Soldaten am Horn von Afrika

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Außenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel stritten wegen Terminen.

Dschibuti - Bei seinem Afrika-Besuch hat sich Außenminister Guido Westerwelle persönlich bei den Soldaten bedankt. Hinter den Kulissen kam es bei der Planung allerdings zu (Macht-)Kämpfen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat den deutschen Soldaten am Horn von Afrika für ihren Einsatz gedankt. Bei einem Besuch des deutschen Kontingents der Militärmissionen Atalanta und Operation Enduring Freedom hob Westerwelle am Sonntag besonders hervor, dass sie eine entscheidende Rolle bei der Befreiung des deutschen Frachters “MV Taipan“ durch die niederländischen Streitkräfte gespielt hätten.

Westerwelle will Erfolge publik machen

Der dschibutische Außenminister Mahmud Ali Jussuf versicherte Westerwelle, dass Dschibuti das deutsche Bemühen um einen nichtständigen Sitz in einem neu strukturierten Weltsicherheitsrat unterstützen werde. Westerwelle ließ sich auf dem Stützpunkt den Ablauf der Aufklärungsaktion in dem Flugzeug erklären, das maßgeblichen Anteil an der Befreiungsaktion am vergangenen Montag hatte.

Er betonte vor den Soldaten, dass er im Namen der ganzen Bundesregierung spreche und sicherte zu, dass er sein Möglichstes tun werde, damit die Erfolge auch in der Bevölkerung wahrgenommen würden.

Gerangel hinter den Kulissen

Eine kurzfristige Verschiebung des Termins Westerwelles mit dem dschibutischen Präsidenten Ismail Omar Guelleh führte zu einem Gerangel hinter den Kulissen zwischen dem Entwicklungshilfeministerium und dem Außenministerium. Dadurch fuhr Westerwelle zunächst allein zu den Soldaten, um ihnen seinen Dank auszusprechen, während Entwicklungsminister Dirk Niebel mit einem anderen Termin beschäftigt war.

Niebel wollte aber auch mit den Soldaten sprechen. Zwischenzeitlich wurde ein zweiter Termin mit den Soldaten im Anschluss an das Präsidentengespräch in Frage gestellt. Aber Niebel ermöglichte dann doch noch ein Treffen mit den Soldaten. Der Entwicklungshilfeminister vereinbarte den Bau eines SOS-Kinderdorfs in Dschibuti. Der Grundstein dafür soll aber erst frühestens 2012 gelegt werden.

An das spendenfinanzierte Kinderdorf wird ein mit öffentlichen Mitteln unterstütztes Gesundheitszentrum angeschlossen. Deutschland kann wegen des relativ hohen durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens von Dschibuti dort keine direkte Entwicklungshilfe leisten. Dschibuti war die letzte Station der fünftägigen Afrikareise der beiden Minister. Westerwelle und Niebel kehrten am Abend nach Berlin zurück.

DAPD

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