Westerwelle setzt weiter auf Gespräche mit Ukraine

Mainz - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) will die Gespräche mit der ukrainischen Regierung trotz anhaltender Kritik an dem Ausrichterland der Fußball-Europameisterschaft fortsetzen.

Es gehe in erster Linie darum, sich für die erkrankte inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko einzusetzen, sagte Westerwelle am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Sie sei in einer ernsten Lage. „Wir müssen jetzt etwas tun.“ Der Außenminister wiederholte das Angebot, Timoschenko in Deutschland ärztlich behandeln zu lassen.

Lange Haftstrafe: Julia Timoschenko im Porträt

Lange Haftstrafe: Julia Timoschenko im Porträt

Timoschenko könne in der Ukraine nicht angemessen medizinisch versorgt werden, deswegen wolle er den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. Deutsche Politiker hatten sich für die Austragung der Fußballspiele in Deutschland als Alternative zur Ukraine ausgesprochen - Grund sind die Haftbedingungen für die erkrankte ehemalige ukrainische Regierungschefin Timoschenko.

dapd

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