Westerwelle in Vietnam: Unterstützung bei U-Bahn-Projekt

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Deutschland und Vietnam wollen ihre Beziehungen auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet weiter ausbauen.

Hanoi - Beim Besuch in Vietnam wirbt Außenminister Westerwelle dafür, dass die Beziehungen zu Deutschland noch enger werden. Für die deutsche Wirtschaft geht es unter anderem um Aufträge bei einem neuen U-Bahn-Projekt.

Deutschland und Vietnam wollen ihre Beziehungen auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet weiter ausbauen. Bei einem Besuch in der Hauptstadt Hanoi unterzeichnete Außenminister Guido Westerwelle am Samstag eine Vereinbarung für deutsche Hilfe beim Bau einer neuen U-Bahn-Linie in Ho-Chi-Minh-Stadt, der größten Stadt des Landes. Die bundeseigene Förderbank KfW wird das Projekt mit einem Kredit über mehr als 210 Millionen Euro unterstützen.

Das 86-Millionen-Einwohner-Land Vietnam gehört mit derzeit acht Prozent Wirtschaftswachstum zu den aufstrebenden Staaten in der Region. Besondere Beziehungen gibt es auch dadurch, dass in Deutschland etwa 100 000 Menschen mit vietnamesischen Wurzeln leben. Dieses Jahr werden auch noch Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Philipp Rösler - selbst aus Vietnam - in Hanoi erwartet.

Als Ziel nannte es Westerwelle, zwischen beiden Ländern eine “strategische Partnerschaft“ aufzubauen. Ministerpräsident Nguyen Tan Dung warb ebenfalls für einen noch engeren Dialog und weitere deutsche Investitionen. Mit einem bilateralen Handel von 5,8 Milliarden US-Dollar ist Deutschland heute schon Vietnams wichtigster Handelspartner in der EU.

Das U-Bahn-Projekt für eine zweite Verbindung durch die Acht-Millionen-Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt hat ein Gesamtvolumen von annähernd einer Milliarde Euro. Die Strecke soll insgesamt elf Kilometer umfassen. Auch deutsche Firmen hoffen dabei auf Aufträge.

Für den Bundesaußenminister war Vietnam die letzte Station einer achttägigen Reise durch Asien und Ozeanien. Zuvor war er bereits in Neuseeland, Australien, Indien und im Sultanat Oman. Westerwelle kehrt am Sonntag nach Berlin zurück.

dpa

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