Marzahn-Hellersdorf

Wieder Protest gegen Flüchtlingsheim in Berlin

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Demonstranten protestieren am Montag in Berlin gegen die geplante Aufstellung von Wohncontainern für Flüchtlinge im Stadtteil Marzahn-Hellersdorf.

Berlin - Im Berliner Stadtteil Marzahn-Hellersdorf ist es zu Protesten gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft gekommen. Nach Angaben der Polizei gingen am Montagabend rund 500 Menschen auf die Straße.

Darunter waren sowohl Anwohner als auch Vertreter der rechtsextremen Szene, die Parolen wie „Wir sind das Volk“ skandierten. Zu den Teilnehmern des Aufmarsches zählte auch der Berliner Landeschef der rechtsextremen NPD, Sebastian Schmidtke.

Der Verein „Hellersdorf hilft“, der sich für Flüchtlinge einsetzt, organisierte eine Gegendemonstration. Ihr schlossen sich laut Polizei etwa 400 Menschen an. Zwischen ihnen und den Beamten kam es vereinzelt zu kleineren Rangeleien.

Im Sommer 2013 hatten wochenlange, von der NPD unterstützte Proteste gegen ein Asylbewerberheim in Berlin-Hellersdorf bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Bundespräsident Joachim Gauck hatte damals erklärt: „Wir brauchen Bürger, die auf die Straße gehen und den Spinnern ihre Grenzen aufweisen.“ Wegen der Bezeichnung „Spinner“ zog die NPD vor das Bundesverfassungsgericht - und verlor.

dpa

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