Wikileaks veröffentlicht Angriffsziele in den USA

London - Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat angeblich eine Liste mit potenziellen Angriffszielen in den USA veröffentlicht. Darunter sind auch mehr als ein Dutzend deutscher Unternehmen.

Im Zuge der Veröffentlichung von US-Diplomaten- Depeschen ist auch eine detaillierte Liste mit Objekten in aller Welt ins Netz gestellt worden, die als wichtig für die nationale Sicherheit der USA erachtet werden. Die britische Zeitung “The Times“ sprach am Montag in ihrer Onlineausgabe von einer Liste potenzieller “Terrorziele“, die auf der umstrittenen Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht wurde. Genannt werden neben hunderten Pipelines und wichtigen Datenkabeln auf der ganzen Welt auch Firmen, deren Produkte wichtig für die nationale Sicherheit der USA seien, darunter auch mehr als ein Dutzend deutsche Unternehmen.

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Laut dem veröffentlichten Dokument ist beispielsweise das BASF- Stammwerk in Ludwigshafen als “weltgrößter zusammenhängender Chemie- Komplex“ von Bedeutung für die nationale Sicherheit der USA. Ferner werden Firmen wie Siemens als wichtiger Hersteller von Transformatoren und Turbinen zur Stromgewinnung aus Wasserkraft, die Lübecker Drägerwerk AG (Gasmesstechnik), Junghans Feinwerktechnik im baden-württembergischen Schramberg (“entscheidend bei der Herstellung von Minenwerfern“) sowie diverse pharmazeutische Unternehmen in Deutschland genannt.

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Nach Ansicht der BBC wird durch das Dokument erstmals deutlich, wie weitgehend die US-Regierung die Bedeutung ausländischer Objekte und Einrichtungen für die eigene Sicherheit interpretiert. Die US- Vertretungen in aller Welt seien im Februar vergangenen Jahres von Washington aufgefordert worden, Objekte aufzulisten, deren Verlust Einschränkungen für das Gesundheitswesen, die Wirtschaft und die nationale Sicherheit der USA zur Folge hätten. Auf der Liste stehen aber auch das ostfriesische Norden und die Nordseeinsel Sylt als Anlandepunkte für die transatlantischen Unterseekabel TAT-14 und AC-1 zur Datenübertragung zwischen Europa und den USA.

dpa

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