Wilders: Merkel soll sich zurückhalten

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Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders

Den Haag - Harte Worte vor seinem Berlin-Besuch: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich aus der Politik in seinem Land herauszuhalten.

“Frau Merkel, Sie haben kein Recht“, sagte Wilders am Donnerstag in gebrochenem Deutsch bei einer Pressekonferenz in Den Haag. Die Bundeskanzlerin hatte am Vortag erklärt, sie bedauere, dass es in den Niederlanden offenbar zur Bildung einer Minderheitsregierung unter Duldung des erklärten Islamgegners Wilders komme. Sie hatte hinzugefügt, dass “die Regierungsbildung souveräner Länder die Zusammenarbeit in Europa nicht völlig aufkündigen darf“.

Der amtierende niederländische Außenminister Maxime Verhagen erklärte, er sei überzeugt, dass sich an der fruchtbaren Zusammenarbeit der Nachbarländer nichts ändern werde. Er verwies auf das traditionell gute Verhältnis zwischen niederländischen und deutschen Christdemokraten sowie seine persönlichen Kontakte zu Merkel.

Wilders besucht Berlin am Wochenende

Wilders kommt am Samstag nach Berlin, um dort in einem Vortrag vor angeblichen Gefahren des Islams für demokratische Gesellschaften zu warnen und für eine von ihm ins Leben gerufene internationale Allianz zur Zurückdrängung des Islams im Westen zu werben. Linke und gewerkschaftliche Gruppen haben zu Protestaktionen gegen den Rechtspopulisten aufgerufen. Wilders folgt einer Einladung des Berliner Abgeordneten René Stadtkewitz, der kürzlich die Gründung der Partei Die Freiheit angekündigt hatte.

Merkel bekräftigt Kritik an Wilders

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Kritik an der fremdenfeindlichen Politik des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders bekräftigt. “Es ist nicht unsere Art, Religionen in Bausch und Bogen zu verdammen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Es sei aber auch feste Absicht der Bundesregierung, mit den Niederlanden “auf allen Kanälen die Zusammenarbeit so freundschaftlich, so partnerschaftlich, so eng wie bisher fortzuführen“, betonte Merkels Sprecher.

dpa

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