FDP will Bundeswehr mit 190 000 Soldaten

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Wie groß beziehungsweise klein soll die Bundeswehr werden? Die FDP hat andere Vorstellugen als Verteidigungssminister Guttenberg.

Berlin - In der Berliner Koalition zeichnet sich neuer Zündstoff ab: Der FDP gehen die Pläne von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zur Verkleinerung der Bundeswehr nämlich zu weit.

Die liberale Verteidigungsexpertin Elke Hoff legte am Donnerstag ein Positionspapier vor, in dem sie für eine Truppenstärke von 190 000 Soldaten plädiert.

Guttenberg will die Bundeswehr dagegen von derzeit 245 000 auf 163 500 Soldaten verkleinern. Zwar sieht er dabei einen Spielraum nach oben, allerdings nur bis zu 180 000 Soldaten. Bei seinem Vorhaben, die Wehrpflicht auszusetzen, kann Guttenberg dagegen auf die Unterstützung der FDP bauen. Auch Hoff plädiert für einen Freiwilligendienst, der zwischen 12 und 23 Monate dauern soll.

Während Guttenberg nur mit 7500 bis höchstens 15 000 Freiwilligen rechnet, geht Hoff von einem “demographisch realistischen Potenzial“ von 22 000 aus. Zusammen mit Abstrichen bei Rüstungsprojekten sieht Hoff ein Sparpotenzial von drei bis vier Milliarden Euro bis 2014. Das ist nicht einmal die Hälfte der vom Kabinett für das Verteidigungsressort festgelegten 8,3 Milliarden Euro für die nächsten vier Jahre.

Hoffs Konzept muss noch von der Bundestagsfraktion gebilligt werden. Die Verteidigungsexpertin geht aber davon aus, dass es zu keinen wesentlichen Änderungen kommen werde.

dpa

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