Zahnärzte: Rösler für mehr Honorar

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Gesundheitsminister Philipp Rösler möchte Zahnärzten mehr Honorar gewähren.

Berlin - Gesundheitsminister Philipp Rösler will eine geringe Honorarsteigerung für Zahnärzte durchsetzen. Jetzt soll schnell eine neue Gebührenordnung vorgelegt werden.

Gesundheitsminister Philipp Rösler will den Zahnärzten etwa sechs Prozent mehr Geld für die Behandlung von Privatpatienten gewähren. Eine solche “technische Anpassung“ kündigte der FDP-Politiker am Mittwoch in der “Ärzte-Zeitung“ an.

Das ist erheblich weniger als die von Zahnärzten geforderte Honorarsteigerung. Doch kommt der Minister den Dentisten an anderer Stelle entgegen: Die Privatversicherer sollen keine Option bekommen, Einzelverträge mit Zahnärzten abzuschließen.

Die Bundeszahnärztekammer begrüßte die Ankündigung, auf solche Öffnungsklauseln in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) zu verzichten. “Damit ist eines unserer Hauptziele erreicht“, erklärte Kammerpräsident Peter Engel. Die geringe Honorarsteigerung kritisierte er dagegen. Nötig sei eine “angemessene Berücksichtigung der Kostensteigerung der letzten 23 Jahre“.

Rösler bereitet eine Novelle der staatlichen Gebührenordnung vor, die seit Jahren als veraltet gilt. Einzelne Zahnärzteverbände hatten Honorarsteigerungen von bis zu 70 Prozent gefordert. Die GOZ ist auch für Kassenpatienten relevant, wenn sie selbst für höherwertige Plomben, Kronen oder Brücken draufzahlen. Rösler sagte, er werde den Entwurf zur GOZ zügig vorlegen. Danach soll auch die entsprechende Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) novelliert werden.

Die Bundesärztekammer begrüßte ebenfalls den Verzicht auf Öffnungsklauseln. Diese hätte “zum Preisdumping durch Selektivverträge geführt, damit die Qualität der Patientenversorgung gemindert und Ärztegruppen in die direkte Abhängigkeit der PKV-Administration gebracht“. Nun sei die Freiberuflichkeit der Ärzte und das Niveau der medizinischen Versorgung vor erheblichem Schaden bewahrt.

Auch die Ärzte fordern eine “faire und leistungsgerechte Entgeltsituation“. Eine Honorarabsenkung zugunsten eines Verzichts auf eine Öffnungsklausel sei indiskutabel.

dapd

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