Baby schreit nachts: Eltern sollten auf Stresspegel achten

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Schläft das Baby nachts nicht durch, sollten sich Eltern nicht zu sehr aus der Ruhe bringen lassen. Denn das könnte sich wiederum aufs Kind übertragen. Foto: Martin Gerten

Grundsätzlich gilt: Das Schlafverhalten von Babys lässt sich kaum beeinflussen. Doch wenn es regelmäßig nachts aufwacht, sollten Eltern trotzdem einige Dinge beachten - und unter anderem auf den eigenen Stresspegel achten.

Fürth (dpa/tmn) - Wird das Baby nachts ständig wach und weint, ist die Einstellung der Eltern wichtig. Denn: Sind sie aufgeregt und gestresst, kann sich das auf das Kind übertragen, sagt Ulric Ritzer-Sachs. Er ist Experte von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Dann ist es erstmal wichtig, sich klarzumachen: Es wird irgendwann besser. Außerdem kann es helfen, die Hebamme, den Kinderarzt oder beispielsweise eine Frühförderstelle zu fragen. "Niemand findet es komisch, wenn Eltern besorgt sind, weil das Baby nachts oft aufwacht", sagt der Experte. Er rät, die Probleme und Situationen ganz genau zu schildern. Oft beruhigt es die Eltern schon zu wissen: So, wie ich es mache, ist es in Ordnung.

Generell sei das Schlafverhalten des Babys kaum zu beeinflussen, sagt Ritzer-Sachs. Hat es beispielsweise sein Bettchen im Elternschlafzimmer und ist dort sehr unruhig, kann man es mal mit einem Umzug versuchen. "Manche Kinder schlafen in ihrem eigenen Zimmer besser." Selbst für Säuglinge sei das normalerweise kein Problem, und dank Babyphone hören Mütter und Väter den Nachwuchs, wenn er aufwacht.

Hilfreich ist auch, das Baby nicht direkt hochzunehmen, wenn es weint - außer es hat Hunger oder muss gewickelt werden. So lassen sich Stress und Unruhe vermeiden. Oft hilft es, erstmal da zu sein, das Baby anzuschauen, mit ihm zu sprechen oder es ein bisschen zu streicheln.

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