Fehlerhaftes Hüftgelenk? Krankenkasse zahlt Rechtsgutachten

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Die Techniker Krankenkasse bietet ihren Versicherten jetzt ein kostenloses Rechtsgutachten an, wenn fehlerhafte Medizinprodukte vermutet werden. Foto: Malte Christians

Haben Patienten den Verdacht, dass ein künstliches Gelenk fehlerhaft ist, fühlen sie sich oft wehrlos. Die Techniker Krankenkasse erleichtert nun ihren Versicherten die Entscheidung, vor Gericht zu gehen.

Hamburg (dpa) - Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) können künftig im Streit um fehlerhafte Medizinprodukte kostenlose Rechtsgutachten bekommen. Dadurch sind Betroffene besser in der Lage, einen Ausgleich zu fordern.

Die Kasse wolle ihren Versicherten damit helfen, hoffe aber auch, selbst leichter Regressforderungen geltend machen zu können, sagte ein Sprecher. "Es ist eine Win-win-Situation." Die TK ist nach eigenen Angaben die erste Krankenversicherung in Deutschland, die das anbietet.

Bisher können Patienten, die einen Behandlungsfehler vermuten, bereits medizinische Gutachten über ihre Kasse beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung beantragen. Neu sind jetzt die kostenfreien juristischen Gutachten bei fehlerhaften Hüftgelenken, Herzschrittmachern, Brustimplantaten und anderen Medizinprodukten. Sie sollen bei der Entscheidung helfen, ob sich eine Klage lohnt.

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