Fragen vor der Geburt - Baby-Planner helfen werdenden Eltern

Von der kleinen Hilfe bis zum "Rundum-Sorglos"-Paket: Schwangerschaftsconcierge und Baby-Planner Ulrike Käfer aus Berlin unterstützt werdende Eltern. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
1 von 7
Von der kleinen Hilfe bis zum "Rundum-Sorglos"-Paket: Schwangerschaftsconcierge und Baby-Planner Ulrike Käfer aus Berlin unterstützt werdende Eltern. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Baby-Planner Ulrike Käfer bietet werdenden Eltern Service rund um Baby und Geburt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
2 von 7
Baby-Planner Ulrike Käfer bietet werdenden Eltern Service rund um Baby und Geburt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Schwangerschaftsconcierge und Baby-Planner Ulrike Käfer will werdende Eltern unterstützen. Ihre Firma hat sie nach US-Vorbild gegründet. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
3 von 7
Schwangerschaftsconcierge und Baby-Planner Ulrike Käfer will werdende Eltern unterstützen. Ihre Firma hat sie nach US-Vorbild gegründet. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Baby-Planner Ulrike Käfer aus Berlin hilft auf Wunsch auch bei der Einrichtung des Kinderzimmers. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
4 von 7
Baby-Planner Ulrike Käfer aus Berlin hilft auf Wunsch auch bei der Einrichtung des Kinderzimmers. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Ulrike Käfer arbeitet als Baby-Planner in Berlin. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
5 von 7
Ulrike Käfer arbeitet als Baby-Planner in Berlin. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Was brauchen Eltern und Kind kurz nach der Geburt? Für diese Fragen kann man viele Beratungsangebote in Anspruch nehmen oder sich an einen Baby-Planner wenden. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
6 von 7
Was brauchen Eltern und Kind kurz nach der Geburt? Für diese Fragen kann man viele Beratungsangebote in Anspruch nehmen oder sich an einen Baby-Planner wenden. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Baby-Planner Ulrike Käfer berät auch beim Kauf von Baby-Sachen und Kinderwagen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
7 von 7
Baby-Planner Ulrike Käfer berät auch beim Kauf von Baby-Sachen und Kinderwagen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Professionelle Baby-Planner wollen Müttern das Leben erleichtern. Sie richten Kinderzimmer ein oder suchen die passende Hebamme. Für wen ist das sinnvoll? Und: Wer kann sich das leisten?

Berlin (dpa) - Wenn eine Frau ein Baby erwartet, ist die Freude groß - aber auch die Unsicherheit: Ab wann brauche ich eine Hebamme und welche? Welche Utensilien benötige ich für die Zeit mit Säugling? "Viele Frauen stehen bei einer Schwangerschaft vor einem Berg an Fragen", sagt Ulrike Käfer, Geschäftsführerin vom Berliner Baby-Planner-Dienst Maternita.

Beim "Rundum-Sorglos"-Paket kümmern sich die professionellen Planer nahezu um alles - vom Geburtsvorbereitungskurs bis zur Kinderzimmereinrichtung. "Wir helfen aber auch im Kleinen, suchen zum Beispiel passende Hebammen in der Nähe oder füllen die Elterngeldanträge aus", sagt Käfer.

Die Idee für ihren Service hatte die Gründerin, als sie selbst schwanger war. "Ich kannte das Baby-Planner-Modell aus den USA und habe in Berlin vergeblich nach einem ähnlichen Angebot gesucht." Käfer gründete 2013 ihre Firma und merkte schnell: Deutsche Frauen ticken anders als US-Amerikanerinnen. Die meisten deutschen Frauen wollen viele Dinge lieber selber machen. "Unser Dienst besteht also überwiegend eher darin, gezielte Hilfen zu geben, als alles abzunehmen."

Die gemeinnützige Organisation Wellcome unterstützt Eltern nach der Geburt ihres Kindes ehrenamtlich. Geschäftsführerin Rose Volz-Schmidt sieht das Baby-Planner-Konzept skeptisch: "Brauchen Mütter so was wirklich?" Sie betrachtet den gekauften Plan fürs Baby eher als Lifestyle-Phänomen.

"Dieser Dienstleistungssektor zeigt, dass Frauen die Netzwerke fehlen", meint sie. Früher sei es für Schwangere kein Problem gewesen, Unterstützung und Tipps zu finden: "Das hat man mit der Nachbarin am Zaun besprochen, und die Familie hat das Zimmer renoviert". Die neuen Angebote dürften nicht den Eindruck erwecken, dass eine gut geplante Schwangerschaft und Geburt nur noch im Hochpreissegment umsetzbar seien.

Tatsächlich gibt es auch unabhängig von den Baby-Plannern viele ehrenamtliche Angebote für werdende Eltern. "Bei uns geht es vor allem um finanzielle Fragen, zum Beispiel wenn die Eltern kein Geld für eine Erstausstattung haben", sagt Claudia Beck, Sprecherin von Caritas Deutschland. "Menschen, die unsere Dienste aufsuchen, haben andere Fragen, als Menschen, die einen Baby-Planner brauchen - das ist eine ganz andere Welt."

Auch Rose-Volz sieht in den Baby-Plannern eher eine moderne "Traumwelt" für Gut-Situierte: "Für viele junge Eltern ist das aber nicht die richtige Wahl, die brauchen Fachleute von Familienbildungseinrichtungen, die es zum Glück überall in Deutschland gibt."

Für wen ist der neue Dienstleistungssektor also sinnvoll? "Für alle Eltern, die sich die Zeit rund um Schwangerschaft und Geburt erleichtern wollen", sagt Käfer. Für 300 bis 400 Euro sei eine umfassende Begleitung möglich, auch kleinere Pakete lassen sich buchen. Im Nachhinein könne sich das sogar rechnen: "Wenn wir zum Beispiel bei der Beratung herausfinden, dass ein Steuerklassenwechsel für die Eltern Sinn macht, ist das Geld für die Dienstleistung schnell wieder drin."

Meistgesehene Fotostrecken

Das perfekte Brautkleid finden

Sie wollen den Wow-Moment: Bräute haben oft klare Vorstellungen vom Brautkleid. Doch der erste Blick in den Spiegel im Laden ist manchmal dann eine …
Das perfekte Brautkleid finden

Diese zehn Wohntrends für 2017 sollten Sie kennen

Auch abseits der großen Strömungen zu offeneren Grundrissen und zur Neuauflage von Möbeln aus vergangenen Zeiten verändern sich viele …
Diese zehn Wohntrends für 2017 sollten Sie kennen

Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Wen hat die Grippe erwischt? Gibt es eine Influenza-Epidemie? Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) wertet regelmäßig Daten von Haus- und …
Grippewelle 2017: Die aktuelle Lage in Deutschland

Kommentare