Alzheimer-Erkrankung: Stress erhöht Risiko

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Alzheimer - Die Angst vor dem Verlust des "Ich".

Stress ist für unsere Gesundheit schädlich. Münchner Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie haben nun festgestellt, dass täglicher Stress eine Alzheimer-Erkrankung auslösen kann.

Stress erhöht möglicherweise das Risiko für nicht-erblichen Alzheimer: Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München entdeckten, dass die verstärkte Ausschüttung von Stresshormonen bei Ratten dazu führt, dass im Gehirn übermäßig phosphoryliertes Tau-Protein entsteht. Die Tiere konnten sich daraufhin schlechter an bereits Gelerntes erinnern. Typisches Merkmal der Alzheimer-Erkrankung sind Eiweißablagerungen innerhalb der Nervenzellen: Eine übermäßige Modifizierung des Tau-Proteins mit Phosphatgruppen - die sogenannte Hyperphosphorylierung - führt dazu, dass das Protein in den Zellen verklumpt. Als Folge sterben Nervenzellen vor allem im Hippocampus, einer Region im Gehirn, die für Lernen und Gedächtnis wichtig ist, sowie in der präfrontalen Hirnrinde, dem Sitz höherer geistiger Fähigkeiten.

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Die Münchner Forscher setzten Ratten einen Monat lang täglich für eine Stunde unter Stress, beispielsweise durch einen überbesetzten Käfig oder eine vibrierende Plattform. Im Hippocampus und der präfrontalen Hirnrinde maßen sie dann erhöhte Werte von hyperphosphoryliertem Tau-Protein. Die gestressten Tiere hatten nicht nur ein geringeres Erinnerungsvermögen, sie verhielten sich auch deutlich unflexibler.

“Die Ergebnisse zeigen, dass Stresshormone und Stress das Tau-Protein wie bei Morbus Alzheimer verändern können“, erklärt Osborne Almeida vom Max- Planck-Institut für Psychiatrie.

Aufgrund früherer Studien hatten die Münchner Max-Planck-Wissenschaftler vermutet, dass negative Faktoren wie Stress ein Auslöser für Alzheimer sein könnten. Weniger als zehn Prozent der Alzheimer-Fälle sind erblich bedingt, die Ursachen für die übrigen sind bislang kaum bekannt.

dapd

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