Antibiotika erhöht Asthma-Risiko bei Babys

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Antibiotika-Behandlung bei Säuglingen sollte sehr viel sorgfältiger abgewogen werden.

Berlin - Auch Babys müssen immer häufiger mit Antibiotika behandelt werden. Experten warnen jetzt davor. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine Behandlung schwerwiegende Folgen haben kann. 

Ein häufiger Einsatz von Antibiotika bei Säuglingen kann deren Risiko erhöhen, an allergischem Asthma zu erkranken. Deshalb sollten diese Medikamente gerade Säuglingen und Kleinkindern, deren Immunsystem sich noch in der Entwicklung befindet, nur bei wirklich ernsthaften Krankheiten verschrieben werden, betonen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP verweist auf eine aktuelle Studie aus Kanada: Diese zeige, dass Antibiotika die Entwicklung des Immunsystems störten, weil sie auch wichtige Bakterien der Darmflora abtöteten, die am Aufbau des kindlichen Immunsystems beteiligt seien. „Zwar handelt es sich hierbei um eine Untersuchung an Mäusen, deren Ergebnisse natürlich nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind. Trotzdem liefert sie weitere Hinweise darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen nützlichen Darmbakterien in der natürlichen Darmflora und dem Immunsystem gibt.“

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Bereits frühere Untersuchungen hätten gezeigt, dass Antibiotika das Asthma-Risiko von Kindern verdoppelten, wenn sie in den ersten zwölf Lebensmonaten verabreicht würden. „Offenbar kann also schon eine einzige frühkindliche Antibiotika-Kur ausreichen, um das Asthmarisiko derart zu erhöhen.“ Er fügte hinzu: „Deshalb sollte die Notwendigkeit einer Antibiotika-Behandlung bei Säuglingen grundsätzlich sehr viel sorgfältiger abgewogen werden, als es leider immer noch oft der Fall ist.“

dapd

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