Dritter Monat entscheidet über Allergierisiko

London - Das Allergierisiko eines Kindes hängt maßgeblich vom Geburtsmonat ab. Im Herbst geborene Kinder sind einer Studie zufolge besonders gefährdet.

Demnach hängt die Neigung zu einer Überempfindlichkeit vor allem davon ab, in welche Jahreszeit der dritte Schwangerschaftsmonat fällt. Schon frühere Studien belegten, dass im Herbst geborene Kinder anfälliger für Ekzeme und für pfeifende Atmung (Giemen) sind. Dass dies auch für Lebensmittelallergien gilt, bestätigt die finnische Untersuchung von fast 1.000 Kleinkindern: Bei einer Geburt im Juni oder Juli litten fünf Prozent der Kleinen an einer Allergie. Unter jenen, die im Oktober und November zur Welt kamen, waren es fast zehn Prozent. Eine besondere Rolle spielte der dritte Monat im Mutterleib: Fiel die elfte Schwangerschaftswoche in den April oder Mai, stieg das Allergierisiko sogar auf elf Prozent. Zu dieser Zeit war in der untersuchten Region die Konzentrationen von Birken- und Erlenpollen besonders hoch, wie die Forscher der Universität Oulu im “Journal of Epidemiology and Community Health“ schreiben. Sie begründen die besondere Bedeutung des dritten Monats damit, dass der Fetus zu dieser Zeit damit beginnt, Antikörper gegen Allergene zu bilden. (Quelle: “Journal of Epidemiology and Community Health“, Online-Vorabveröffentlichung) dapd/ww/it/

Meistgelesene Artikel

Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Viele Menschen versprechen sich von Vitamin- und Mineralpräparaten eine gesündere Ernährung. Doch wie förderlich sind solche Mittel wirklich?
Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Forscher behauptet: Frühstücken ist so schlimm wie Rauchen

Das Frühstück gilt in vielen Ernährungsratgebern als wichtigste Mahlzeit des Tages. Ein Wissenschaftler behauptet jetzt genau das Gegenteil. Der …
Forscher behauptet: Frühstücken ist so schlimm wie Rauchen

Depressionen vermindern die Leistungsfähigkeit

In Deutschland leiden knapp vier Millionen Menschen an Depressionen. Für sie hat die Krankheit negative Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Daher …
Depressionen vermindern die Leistungsfähigkeit

Kommentare