Drei Sekunden verraten die Wahrheit

Untreue steht uns ins Gesicht geschrieben

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Untreue steht uns ins Gesicht geschrieben

In der Liebe ist Treue für viele Paare eine wichtige Sache. Wie es jemand damit hält, ist, laut Forschern leicht herauszufinden. Denn, unser Gesicht verrät die Wahrheit, wenn man es lesen kann.

Untreu oder treu? Ein Blick ins Gesicht genügt, um das herauszufinden. Jedenfall sind Frauen überaus treffsicher, wenn es darum geht einen Fremdgänger zu entlarven. In nur 38 Prozent schätzen Frauen ihr Gegenüber falsch ein. Für Männer ist es dagegen eher schwierig, Frauen einzuschätzen, in 77 Prozent der Fälle lagen sie daneben. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der University of Western Australia (UWA).

Für die Studie sollten die Teilnehmer das Gesicht fremder Menschen drei Sekunden lang betrachten und daraufhin ihr Urteil fällen: Treue und vertrauenswürdige Person, oder nicht.

Vorab hatten die Testpersonen einen Fragebogen ausgefüllt und Angaben darüber gemacht, ob sie in der Vergangenheit bereits einen Partner betrogen oder jemandem den Partner ausgespannt hatten.

"Besonders erstaunlich war, dass die Treffsicherheit der Frauen weit oberhalb des Zufallswertes lag. Es bestand ein konkreter Zusammenhang zwischen der Einschätzung der Frauen und dem tatsächlichen Verhalten des männlichen Gegenübers. Männern gelang dies umgekehrt kaum", so Professor Leigh  Simmons vom Forscher Team.

Der große Unterschied zwischen Männern und Frauen sind auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen, sagt Simmons: "Frauen haben im Laufe der Zeit eine bessere Fähigkeit entwickelt, Menschen genau einzuschätzen, da Fehlentscheidungen auf Frauen grundsätzlich stärker zurückfallen."

Männer dagegen trafen im Rahmen der Studie eine Fehlentscheidung nach der anderen. Doch die meisten Männer hätten eben auch weniger zu verlieren, wenn sich diese als untreu entpuppt, so die Forscher.

Der gehörnte Ehemann müsse sich nicht mit Dingen, wie Schwangerschaft, Geburt und Kinderziehung beschäftigen. Dies träfe, laut Prof. Simmons, nun mal einzig und allein auf Frauen zu. Außderdem haben Männer außerdem mehr Möglichkeiten, Nachwuchs mit weiteren Partnerinnen zu zeugen.

Nebenbei konnten die Forscher im Rahmen der Studie eine andere interessante Beobachtung machen.

Attraktivere Menschen werden grundsätzlich als vertrauenswürdiger eingeschätzt. Es kommt wohl zu einem Effekt, bei dem die Attraktivität die Personenbeurteilung so stark beeinflusst, dass andere Merkmale der Person stark in den Hintergrund gedrängt werden.

Selbst wenn die Testpersonen, den Stempel "untreu" aufgedrückt bekamen, wurden sie nicht notgedrungen als unglaubwürdig eingeschätzt.

"Offensichtlich handelt es sich dabei um zwei Paar Schuhe und man sucht Gesichter nach unterschiedlichen Anhaltspunkten ab", erklärte Professor Simmons.

Die Studie von Professorin Gillian Rhodes, Professor Leigh Simmons und Forscherin Grace Morley wurde Anfang Dezember in der Forschungszeitschrift "Biology Letters" veröffentlicht.

ml

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