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Gut oder schlecht? 10 Fakten über Kaugummi

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Machen schöne Zähne, helfen beim Konzentrieren und Abnehmen: Kaugummi bewirkt angeblich so einiges. Doch ist Kaugummikauen wirklich gesund?

Der älteste Kaugummi ist über 9.000 Jahre alt. Auf einer flexiblen Masse herumzukauen, gehört anscheinend zu einer unsere ältesten und beliebtesten Beschäftigungen. Aber ist sie eigentlich gesund?

Kaugummis sind sehr beliebt. Im Schnitt kauft jeder Deutsche 100 Streifen Kaugummi pro Jahr. Das oft stundenlange Kauen empfinden viele Menschen als positiv.

Doch die Kaugummis von heute können noch mehr. Es gibt mittlerweile welche mit Nikotin oder Koffein, gegen Reiseübelkeit, zum Abnehmen sowie zur Zahnpflege. Künstliche Zutaten und Inhaltsstoffe sind erlaubt. Doch ist Kaugummikauen wirklich so gesund?

Hier haben wir die wichtigsten Fakten über den Kaugummi zusammengestellt.

Keine harmlose Leckerei

Kaugummi aus dem Supermarkt ist nicht biologisch abbaubar. Es dauert meist Jahre bis er zerfällt. Achtlos ausgespuckte sind deswegen für die Stadtreinigungen ein echtes Problem.

Kaugummi besteht heute aus Chemikalien und enthält synthetische Inhaltsstoffe. Beim Kauen lösen sich diese Stoffe aus der Masse und können dann schnell über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Nach dem Schlucken des Speichels gelangen die Zusätze auch in den Verdauungstrakt und dadurch in den Blutkreislauf.

Schlecht für das Kiefergelenk

Übermässiges Kaugummikauen kann die Kiefermuskulatur überanstrengen. Das führt zu klickenden oder knallenden Geräusche im Kiefer, im schlimmsten Fall zu einem schmerzhaften Kiefergelenk-Syndrom.

Hilft gegen Stress

Japanische Wissenschaftler haben bei der Messung von Hirnströmen herausgefunden, dass beim Kauen von Kaugummi Hirnbereiche angeregt werden, die einen positiven Einfluss auf die Stressbewältigung haben können.

Gut für die Konzentration

Kaubewegungen erhöhen die Blut- und Sauerstoffzufuhr zum Gehirn um bis zu 25 Prozent. Die bessere Durchblutung im Gehirn wirkt sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung aus.

Gut für die Zähne

Kaugummikauen stimuliert den Speichelfluss. Das hat eine positive Wirkung auf die Mundgesundheit. Der ph-Wert im Mundraum steigt wieder an, Speisereste und schädliche Säuren werden von den Zähnen weggewaschen. Zuckerfreie Kaugummis sind noch zahnfreundlicher, sie lassen schädliche Bakterien quasi verhungern.

Schlecht für Magen und Darm

Wer einen Kaugummi verschluckt, muss keine Angst haben, dass die Masse Magen oder Darm verklebt. Ein Kaugummi verlässt unverdaut, genauso wie andere Nahrungsmittel, den Körper.  

Zuckerfreie Kaugummis enthalten oft Sorbit, der Zusatzstoff trägt die Bezeichnung E 420. Nicht jeder verträgt das künstlich hergestellte Süßungsmittel. Schon drei Kaugummis pro Tag mit dem Zuckeraustauschstoff kann zu schweren Bauchschmerzen und zu einer Fruktose-Intoleranz.

Hilft bei Abnehmen

Forscher der Mayo-Klinik in den USA haben herausgefunden, dass Kaugummikauen die Stoffwechselrate um rund 20 Prozent erhöht. Durch das Kauen werden demnach pro Stunde rund 11 Kalorien verbraucht. 

Gut beim Fliegen

Flugpassagiere kennen bei Start oder Landung das unangenehme Gefühl im Ohr. Die Ursache: Funktioniert der Druckausgleich im Mittelohr nicht optimal, wird das Trommelfell eingedrückt. Kaugummi hilft gegen die Ohrenschmerzen. Durch das Kauen wird der Speichelfluss und damit auch das Schlucken angeregt. Kauen, Gähnen und Schlucken unterstützt den Druckausgleich aktiv. 

ml

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