Hören muss trainiert werden - auch mit Hörgerät

Menschen mit Hörproblemen sollten den Arztbesuch nicht zu lange aufschieben. Aus verschiedenen Gründen hängt der Behandlungserfolg maßgeblich von der Dauer der Schwerhörigkeit ab.

Gutes Hören hängt nicht allein von den Ohren, sondern auch vom Gehirn ab: Wer längere Zeit nicht mehr gut hört, verlerne das Hören teilweise, erläutert der Fachverband Deutscher Hörgeräte-Akustiker (FDH) in Braunschweig. Betroffene, die erst nach längerer Hörminderung ein Hörgerät bekommen, müssten daher das Hören erst wieder trainieren. Das Hirn brauche Zeit, um wieder Sprache und störende Nebengeräusche voneinander unterscheiden und verarbeiten zu können.

Daher sollte man sich nicht erst mit seinen Hörschwierigkeiten befassen, wenn man fast taub ist, rät der FDH in seiner neuen Broschüre “Das Leben hören“. Denn dann fällt es noch schwerer, sich an das Gerät und die vielen, lange nicht gehörten Geräusche zu gewöhnen.

dpa/tmn

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