Harndrang und Inkontinenz

Kaffee schwächt Männer-Blase

+

München - Seit Jahren ist bekannt: Frauen mit Blasenschwäche sollen lieber wenig Kaffee trinken. Doch auch bei Männern steigert das braune Gebräu den Harndrang und die Inkontinenz.

Zwei Tassen Kaffee sind schon zu viel. US-Forscher haben herausgefunden, dass eine bestimmte Menge an Koffein die Blase stresst und sie zum Tröpfeln bringt.

Bislang galt dieses Phänomen aussschließlich für Frauen. Doch eine neue Studie belegt jetzt, dass das schwarze Getränk auch bei Männern den selben Effekt verursacht.

Grundlage für diese Ergebnisse sind die Gesundheits-Umfragen der National Health and Nutritional (NHANES) zwischen 2005/6 und 2007/8. Zweimal jährlich wurden dabei US-Bürger repräsentativ zu ihrem Gesundheitsstatus und ihren Ernährungsgewohnheiten befragt.

Maßgeblich für die Schlussfolgerungen der Wissenschaftler um Nicole J. Davis von der Gerogia State University Altlanta waren die Daten von rund 4.000 Männern. In den Fragebögen hatten sie unter anderem Auskunft über ihre allgemeinen Trinkgewohnheiten, sowie ihren täglichen Kaffee-Konsum und ihre Beschwerden gegeben.

Selbst nachdem Männer mit Prostata-Erkrankungen aus der Analyse herausgenommen wurden, zeigten die Daten unverkennbar, dass Kaffee bei dem männlichen Geschlecht zu einer Harninkontinenz führt. Schon ab zwei Tassen Bohnenkaffee am Tag - das entspricht in etwa 250 Milligramm Koffein - nimmt die Inkontinenz signifikant zu. Keine andere Flüssigkeit, weder Wasser noch Alkohol, hatte demnach einen so großen Einfluss auf den ungewollten Urinverlust.

Die Mediziner empfehlen deswegen Männern, unabhänig vom Alter auf das Kaffeetrinken zu verzichten, falls sie unter einer überaktiven Blase oder Inkontinenz leiden. Dieser Rat hat sich bei Frauen in solchen Fällen schon bewährt.

So gesund ist Kaffee: Die fünf wichtigsten wissenschaftlichen Studien

Kaffee: Die fünf wichtigsten Studien 

ml

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Viele Menschen versprechen sich von Vitamin- und Mineralpräparaten eine gesündere Ernährung. Doch wie förderlich sind solche Mittel wirklich?
Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Kommt die Grippe-Epidemie nun auch zu uns?

Frankreich leidet an einer schweren Grippewelle. Es gibt bereits 52 Tote. Wird die gefährliche Welle nun auch nach Deutschland schwappen?
Kommt die Grippe-Epidemie nun auch zu uns?

Depressionen vermindern die Leistungsfähigkeit

In Deutschland leiden knapp vier Millionen Menschen an Depressionen. Für sie hat die Krankheit negative Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Daher …
Depressionen vermindern die Leistungsfähigkeit

Kommentare