Trennungsgrund

Schwere Krankheit erhöht Scheidungsrisiko

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In guten, wie in schlechten Zeiten - schwere Krankheiten erhöhen das Scheidungsrisiko.

Es gibt zahlreichen Gründe, warum eine Ehe scheitern kann. Schwere Krankheiten erhöhen, laut US-Wissenschaftler, das Scheidungsrisiko. Dabei kommt es allerdings darauf an, wer den Partner pflegen muss.   

Ehen gehen leichter in die Brüche, wenn die Frau ernsthaft erkrankt - eine schwere Erkrankung des Mannes erhöht das Scheidungsrisiko dagegen nicht, wie eine am Mittwoch veröffentlichte US-Studie nahelegt. Um sechs Prozent steige das Scheidungsrisiko im Falle einer schweren Erkrankung der Frau, schrieben die Wissenschaftler um Amelia Karraker von der Universität Iowa. Sie untersuchten 2701 Ehen über jeweils rund zwei Jahrzehnte. Einer der Partner musste dabei mindestens 51 Jahre alt sein.

32 Prozent der Ehen endeten mit einer Scheidung, in 24 Prozent der Fälle verwitwete einer der Partner. Als wichtige Faktoren für Scheidungen oder den Bestand von Ehen, die durch schwere Erkrankung eines Partners beeinträchtigt würden, machten die Forscher zum einen finanzielle Belastungen aus, zum anderen spiele die Qualität der Pflege des Erkrankten eine große Rolle.

Frauen sind mit der Pflege unzufrieden

Frauen seien weitaus weniger zufrieden mit der Pflege durch ihre Männer, sagte Karraker. Vor allem ältere Männer seien nicht so sozialisiert worden, dass sie die Pflege ihrer Partnerinnen so wahrnähmen, wie es im umgekehrten Fall geschehe. Manche Frauen entschlössen sich dann zu einer Trennung, weil sie zu der Erkenntnis kämen: "Du pflegst mich schlecht. Ich bin darüber unglücklich oder ich war mit der Beziehung von Beginn an unglücklich und lebe lieber allein, als in einer schlechten Ehe."

AFP

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