Sehstörung durch Insulintherapie

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Eine Diabetikerin spritzt sich mit einem Insulin-Pen Insulin.

Baierbrunn - Eine neu begonnene Insulintherapie kann bei Diabetikern zu Sehstörungen führen. Doch die Ärzte geben Entwarnung.

In den ersten drei bis sechs Monaten nach Beginn einer Insulintherapie sollten sich Diabetiker keine neuen Brillengläser anpassen lassen.

Den Grund erläutert die Diabetologin Dr. Petra Ott aus Dippoldiswalde im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber": "Zucker bindet Wasser. Wenn der Blutzucker längere Zeit erhöht ist, kann die Augenlinse deshalb quellen und ihre Brechkraft ändern. Das kann zu vorübergehenden Sehstörungen führen - bis sich das Gehirn an die veränderte Brechkraft angepasst hat."

Sinken die Zuckerwerte durch die Insulingaben wieder, schwillt nach einiger Zeit auch die Linse ab. Das kann ebenfalls zu Sehstörungen führen. Diabetiker, deren Augen schlechter werden, sollten stets daran denken, dass daran eine Veränderung ihrer Blutzuckerwerte beteiligt sein kann - und vor der Verordnung neuer Brillengläser mit ihrem Arzt darüber sprechen.

mm

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