Spanien: Hepatitis-A-Viren in Muscheln

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Miesmuschel bevorzugen kaltes Wassser.

Vom Schiff frisch auf den Tisch so bevorzugen Liebhaber im Urlaub Muscheln. Doch nun können Schalentiere aus dem Atlantik auch mit Hepatitis A infiziert sein.

“Rund 43 Prozent sowohl der gezüchteten als auch der wild lebenden Muscheln vor der Küste Galiziens in Nordwest-Spanien tragen Hepatitis-A-Viren in sich. Besonders hoch ist die Durchseuchung bei der von Muschelliebhabern gern konsumierten Miesmuschel“, erklärt Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Er berief sich auf eine Studie von Forschern der Universität von Santiago de Compostela. Danach sind neben Miesmuscheln auch Venusmuscheln sowie Herzmuscheln von einer starken Verunreinigung mit Hepatitis-A-Viren betroffen.

Das Hepatitis-A-Virus ist einer der häufigsten Auslöser für eine akute Hepatitis. Das Virus wird in erster Linie durch Schmierinfektion übertragen, vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte Lebensmittel.

“Die möglichen Symptome der Erkrankung reichen von Fieber, Übelkeit, Durchfall, Schwindel bis zur Dunkelfärbung des Urins und Gelbfärbung der Haut“, erklärt Löscher. “Die Schwere der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter.“

Aufgrund ihrer Ernährungsweise durch Filtrieren des Meerwassers sind Muscheln besonders häufig von einer Kontamination mit Keimen betroffen. Ist das Meer durch ungeklärte Abwässer beispielsweise mit Hepatitis-A-Viren verunreinigt, reichern sich Krankheitserreger bevorzugt in diesen Organismen an.

DAPD

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