Studie: Händewaschen gegen Zweifel

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"Hände waschen nicht vergessen" - Händewaschen mit Wasser und Seife ist der wirksamste und kostengünstigste Weg, uns vor Krankheiten zu schützen.

Haltgriff im Bus, die Spülung im Klo - fassen wir solche Dinge an, waschen wir uns die Hände. Doch Händewaschen ist viel mehr als Hygiene. Lesen Sie was Psychologen jetzt gefunden haben. 

Nach einer schwierigen Entscheidung sollte man sich die Hände waschen. Der Grund: Nach der Reinigung können Menschen die getroffene Wahl besser akzeptieren, wie amerikanische Psychologen in der Zeitschrift “Science“ berichten.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Menschen sich nach ethisch fragwürdigen Beschlüssen die Hände buchstäblich von Schuldgefühlen reinwaschen können. Aber der Effekt der Säuberung geht offenbar weit über moralische Fragen hinaus.

Die Psychologen der Universität von Michigan zeigten Studenten zunächst 30 CDs, aus denen die Teilnehmer eine Rangliste der Top Ten erstellen sollten. Als Belohnung durften sie dann zwischen dem fünft- und sechstplatzierten Tonträger wählen. Danach sollten die Probanden - in einem vermeintlich anderen Versuch - Flüssigseife bewerten, eine Hälfte nur durch optische Inspektion der Flasche, die übrigen durch Händewaschen.

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 Im letzten Durchgang sollten die Studenten dann die zehn Lieblings-CDs neu bewerten. Wer sich nicht die Hände gewaschen hatte, stufte nun den zuvor als Belohnung ausgewählten Tonträger deutlich höher ein, den verschmähten dagegen niedriger. Dieses Resultat deckt sich mit Dutzenden früheren Studien, denen zufolge Probanden ihre Wahl nachträglich rechtfertigen. Wer sich dagegen die Hände gereinigt hatte, behielt sein früheres Urteil eher bei. Diese Probanden hatten es offenbar nicht mehr nötig, die getroffene Wahl durch eine Neubewertung zu rechtfertigen.

Ergebnis bei Marmelade-Test

In einem zweiten Versuch ersetzten die Forscher die CDs mit verschiedenen Marmelade-Sorten und die Seife mit Desinfektionsmittel: Das Resultat der Studie blieb gleich. “Das Waschen der Hände fördert neben der körperlichen Sauberkeit nicht nur die moralische Reinheit, wie frühere Studien gezeigt haben“, erläutert der Forscher Spike Lee. “Waschen verringert auch den Einfluss von früheren Entscheidungen, die keinerlei moralische Konsequenzen haben.“ (Quelle: “Science“, Vol. 328, S. 709)

Dapd

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