Studie: Wie gut sind ambulante OPs? 

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Großes Sparpotential: Mit ambulanten Operationen könnten 515 Millionen Euro eingespart werden.

Nase, Schulter, Gebärmutter oder Leiste - bei vielen Eingriffen ist ein Klinikaufenthalt überflüssig und die Patienten sind nach der OP schnell zu Haus. Doch sind Operierte damit auch zufrieden?

Patienten sind mit den Ergebnissen ambulanter Operationen meist sehr zufrieden. Das geht aus einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) hervor, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

 Danach bewerteten 97,5 Prozent der Befragten den Eingriff mit “sehr gut“ oder “gut“. Etwa ein Prozent der Patienten musste später allerdings wegen Komplikationen doch noch in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Studie zufolge würden sich 95,5 Prozent der Patienten, die an Nase, Schulter, Gebärmutter oder Leiste operiert wurden, wieder für einen ambulanten Eingriff entscheiden.

Etwa ebenso viele Operierte fühlten sich zu Hause gut betreut. Knapp sechs Prozent der Patienten wurden den Angaben zufolge nach der OP wegen Komplikationen ambulant, etwa jeder Hundertste stationär behandelt. Insgesamt wurden etwa 1.900 Patienten befragt.

Gutachten belegt massives Einsparpotential

Nach einem Gutachten, das vom Bundesverband für Ambulantes Operieren in Auftrag gegeben wurde, eröffnen ambulante Eingriffe zudem ein großes Einsparpotential für das Gesundheitssystem.

Wenn 25 häufige Operationen bei Patienten ohne Nebenerkrankungen generell ambulant erfolgen würden, könnten jedes Jahr bis zu 515 Millionen Euro eingespart werden, hieß es.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, kritisierte, dass in Deutschland nur 60 Prozent der dafür geeigneten Operationen ambulant durchgeführt würden. In den USA liege dieser Anteil bereits bei über 80 Prozent.

Köhler forderte, bei 400 Operationen, die derzeit sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden können, künftig generell auf einen Krankenhausaufenthalt zu verzichten. Er sagte, der Katalog, der regele, welche Operationen ambulant erfolgen sollen, müsse “dringend überarbeitet werden“.

www.kvb.de

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