Verbraucherschutz

Von Gesundheitsversprechen auf Packung nicht blenden lassen

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In vielen Lebensmitteln ist Zucker, oft mehr, als gesund ist. 

Auf dem Etikett locken Säfte und Bonbons mit Abbildungen von Früchten und dem Versprechen gesunder Vitamine. So ausgewogen wie angepriesen seien viele Lebensmittel aber nicht, monieren Verbraucherschützer.

Hamburg - Von Gesundheitsversprechen und Begriffen wie "Fitness" und "Wellness" auf Lebensmittelverpackungen sollten sich Verbraucher nicht in die Irre führen lassen. Stattdessen sollten sie sich die Nährwerttabelle auf der Packung anschauen.

Silke Schwartau, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hamburg, rät dazu, Lebensmittel mit mehr als 12,5 Gramm zugesetztem Zucker oder mehr als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm nicht so häufig zu essen. "Der Blick auf die Nährwerttabelle ist aber eine Notlösung", sagt Schwartau. "Wir brauchen einfache Symbole. Besser wäre etwa eine Ampel." Denn die Nährwerttabellen durchzulesen sei aufwendig, und für viele Menschen seien sie auch nicht so einfach zu verstehen. Lebensmittel mit viel Zucker oder Fett bekämen dann eine rote Ampel.

Wer sich die Mühe macht, ins Kleingedruckte zu schauen und die Zutatenliste zu lesen, erkennt zum Beispiel Zucker nicht immer auf den ersten Blick. Dieser kann sich hinter Bezeichnungen wie Saccharose oder Glucose verstecken. Nur weil das Wort "Zucker" nicht ausdrücklich in der Liste steht, bedeutet das also nicht, dass kein Zucker im Lebensmittel steckt.

dpa/tmn

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