Vorhautverengung bei Neugeborenen: Nur nichts überstürzen

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Bei einer Phimose sollten Eltern erstmal abwarten. Meist löst sich das Problem von allein. Foto: Patrick Pleul

Eine Vorhautverengung bei Neugeborenen ist kein Grund zur Panik - oft löst sich das Problem von selbst. Und auch wenn nicht, muss es nicht immer gleich eine OP sein.

Köln (dpa/tmn) - Eine Vorhautverengung ist bei Neugeborenen ganz normal und kein Grund zur Sorge. Laut dem Patienteninformationsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen www.gesundheitsinformation.de sind neun von zehn Jungen bei der Geburt betroffen.

Die Vorhautverengung schützt vor Reibung, Austrocknung und Viren oder Bakterien. Im Laufe der ersten drei Lebensjahre bildet sie sich meistens von selbst zurück.

Ist das nicht der Fall, sollten Eltern den Rat vom Arzt einholen. Unter Umständen kann eine kortisonhaltige Salbe helfen: Diese wird zweimal täglich für vier bis acht Wochen aufgetragen. Etwa ab der dritten Woche können Eltern versuchen, die Vorhaut behutsam zurückzuschieben, um sie zu dehnen. Oft muss die Behandlung nach einer Weile wiederholt werden. Hilft das nicht, kann eine Operation, die Beschneidung, helfen.

Wichtig ist, nicht zu versuchen, die zu enge Vorhaut mit Gewalt zurückzuschieben. Denn dabei kann es zu Einrissen oder kleinen Verletzungen kommen. Die mögliche Folge ist eine Vernarbung der Vorhaut.

Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückziehen. Die Ursache ist entweder eine zu enge Öffnung der Vorhaut oder eine Verklebung zwischen Eichel und Vorhaut. Bleibt das Problem auch in späteren Jahren bestehen, kann das Schmerzen bei einer Erektion oder beim Geschlechtsverkehr zur Folge haben. Außerdem lässt sich die betroffene Stelle nur schwer waschen, so dass sich leichter Bakterien oder Pilze ansiedeln können. Entzündungen können die Folge sein.

Infos des Patienteninformationsportals

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