Lohnsteuerkarte: Darauf sollten Arbeitnehmer achten

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Die Lohnsteuerkarte aus Pappe hat ausgedient

Berlin - Die Lohnsteuerkarte aus Pappe ist abgeschafft. Ab 2012 sollten alle Daten elektronisch verwaltet werden. Technische Probleme verzögern den Start. Arbeitnehmer sollten prüfen, ob ihr Arbeitgeber auch die richtigen Daten hat.

Die elektronische Lohnsteuerkarte kommt nun doch später. Das Verfahren sollte eigentlich am 1. Januar 2012 starten, wurde aber nach Angaben des Bundesfinanzministeriums aufgrund technischer Probleme auf unbestimmte Zeit verschoben. “Die Lohnsteuerkarte 2010, die schon für 2011 weiter gelten musste, wird daher auch im kommenden Jahr weiter genutzt“, erklärt Martina Bruse vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) in Berlin.

Arbeitnehmer sollten kontrollieren, ob ihr Arbeitgeber die richtigen Daten hat, insbesondere wenn es Änderungen bei der Steuerklasse oder den Freibeträgen gab. “Im Zweifel muss man das beim Finanzamt korrigieren lassen.“

Ausdruck der aktuellen Daten besorgen

Die Änderungen erfolgten allerdings nicht mehr auf der alten Lohnsteuerkarte, erklärt Bruse. Das Finanzamt trage die Änderungen stattdessen in die zentrale Datenbank ein, in der die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) gespeichert seien. “Wichtig ist, dass sich Arbeitnehmer danach einen Ausdruck der aktuellen Daten aushändigen lassen und diesen dem Arbeitgeber übergeben.“

Wer 2012 eine neue Beschäftigung beginnt, müsse ebenfalls tätig werden, erklärt Bruse. “Auch diese Arbeitnehmer sollten sich beim Finanzamt einen Ausdruck der aktuellen Daten aushändigen lassen und dem Lohnbüro übergeben.“ Zwar können die alten Lohnsteuerkarten ebenfalls genutzt werden. In diesem Fall müsse jedoch genau geprüft werden, ob die Daten der Steuerkarte nach zwei Jahren noch zutreffen.

Derzeit stimmen Bund und Länder einen neuen Termin und die weitere Vorgehensweise für den Start ab, erklärt das Bundesfinanzministerium auf seiner Internet-Seite.

dpa

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