Genauso viel Unterversorgte

Mehr als 100.000 Lehrstellen noch frei

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Die Situation ist in diesem Jahr schlechter als im Vorjahr

Berlin - Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres Anfang September sind bei den Arbeitsagenturen bundesweit noch über 100 000 Lehrstellen als unbesetzt gemeldet.

Gleichzeitig sind aber immer noch etwa ebenso viele Jugendliche unversorgt. Dies geht aus der aktuellen Lehrstellenstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

Nach den BA-Zahlen stellt sich die Situation auf dem Ausbildungsplatzmarkt in diesem Herbst schlechter dar als im Vorjahr. Betriebe und Verwaltungen boten den Arbeitsämtern bis Ende August knapp 471 000 betriebliche Lehrstellen zur Vermittlung an - 6700 oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Zahl der Unversorgten ist mit 102 423 um 11 600 oder 12,8 Prozent höher als im Vorjahr. Zugleich haben weitere 55 600 junge Menschen ihren Vermittlungswunsch in eine betriebliche Lehrstelle gegenüber den Arbeitsagenturen aufrechterhalten, aber zunächst ein schulisches Angebot angenommen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte am Donnerstag, dass sich nur noch 21,7 Prozent der Betriebe in Deutschland an der Berufsausbildung beteiligten. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) meinte hingegen, es werde für die Wirtschaft immer schwieriger, geeignete Bewerber für Ausbildungsstellen zu finden.

dpa

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