Kursschwankungen nach Brexit: Als Anleger Ruhe bewahren

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Eine britische Fahne vor der Anzeigetafel für den Dax-Index. Foto: Frank Rumpenhorst

Das Votum der Briten für einen Ausstieg aus der Europäischen Union hat erst einmal die Aktienmärkte einbrechen lassen. Keiner der Börsianer hatte damit gerechnet, dass die Briten wirklich austreten. Anleger sollte das aber nicht beunruhigen.

Bremen (dpa/tmn) - Die Kursschwankungen nach dem Votum für den Brexit sollten Anleger nicht zu überstürztem Handeln veranlassen. Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) rät zu Gelassenheit: Er rechne zwar auch in den kommenden Tagen mit "mittleren Börsenbeben".

Langfristig sollten die Auswirkungen des Brexits für Anleger aber gering ausfallen, erwartet Kurz. Zudem böten Kursrückgänge immer die Chance, Aktien guter Unternehmen relativ billig nachzukaufen. Das Abstimmungsergebnis in Großbritannien hatte am Freitag für Turbulenzen an der Börse gesorgt: Der deutsche Leitindex Dax rutschte im frühen Handel um 8 Prozent auf 9436,92 Punkte, zwischenzeitlich hatte er sogar 10 Prozent verloren.

"Verbraucher, die von Schwankungen des britischen Pfunds oder Investitionen in Aktienmärkte betroffen sind, sollten sich sorgfältig informieren", sagt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. "Anleger sollten Geduld haben: Sie laufen mit eiligen Entscheidungen Gefahr, Geld zu verlieren", warnt die Expertin.

Wenn Aktionäre ausgerechnet in diesen Wochen investieren wollen, sollten sie bei Unternehmen, die ihren Geschäftsschwerpunkt in Großbritannien haben, durchaus etwas kritischer hinsehen, rät Jürgen Kurz von der DSW. Das gilt auch für Aktionäre, die jetzt Aktien verkaufen wollen, etwa um Verluste abzufangen. Meist lohnt es sich bei Geldanlagen, auf Ausdauer zu setzen statt kurzfristig zu handeln.

Einschätzung Verbraucherzentralen zu Brexit-Folgen für Anleger

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