Sportswear wird salonfähig - Was Männer im Sommer tragen

Sportmode fließt immer mehr in die Alltagsmode ein. H&M zeigt eine entsprechende Kombination (Hose ca. 40 Euro, Hemd ca. 30 Euro, Pullover ca. 30 Euro, Sakko ca. 80 Euro, Cap ca. 10 Euro). Foto: H&M
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Sportmode fließt immer mehr in die Alltagsmode ein. H&M zeigt eine entsprechende Kombination (Hose ca. 40 Euro, Hemd ca. 30 Euro, Pullover ca. 30 Euro, Sakko ca. 80 Euro, Cap ca. 10 Euro). Foto: H&M
Die Jogginghose wird salonfähig: Renommierte Modefirmen wie 7 for all Mankind nehmen sie in ihre Kollektionen auf (Jacke ca. 300 Euro, Hoodie ca. 180 Euro, Jogger Pant ca. 180 Euro). Foto: 7 for all Mankind
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Die Jogginghose wird salonfähig: Renommierte Modefirmen wie 7 for all Mankind nehmen sie in ihre Kollektionen auf (Jacke ca. 300 Euro, Hoodie ca. 180 Euro, Jogger Pant ca. 180 Euro). Foto: 7 for all Mankind
Es gibt keine Stilgrenzen mehr für den Mann: Er kann kombinieren, was ihm gefällt. Modemarken wie Sieger machen das vor: Hier wird eine sportliche Jacke zu Fliege, Hemd und blauer Anzughose getragen, dazu grüne Schuhe (Blouson ca. 600 Euro, Hemd ca. 250 Euro, Hose ca. 290 Euro, Fliege ca. 100 Euro). Foto: Sieger
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Es gibt keine Stilgrenzen mehr für den Mann: Er kann kombinieren, was ihm gefällt. Modemarken wie Sieger machen das vor: Hier wird eine sportliche Jacke zu Fliege, Hemd und blauer Anzughose getragen, dazu grüne Schuhe (Blouson ca. 600 Euro, Hemd ca. 250 Euro, Hose ca. 290 Euro, Fliege ca. 100 Euro). Foto: Sieger
Blau in allen Varianten ist eine beliebte Farbe bei den Designern im Sommer 2015. Boss hat einen sehr hellen Ton im Programm (Anzug ca. 500 Euro, Shirt ca. 40 Euro, Schuhe ca. 290 Euro). Foto: Boss
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Blau in allen Varianten ist eine beliebte Farbe bei den Designern im Sommer 2015. Boss hat einen sehr hellen Ton im Programm (Anzug ca. 500 Euro, Shirt ca. 40 Euro, Schuhe ca. 290 Euro). Foto: Boss
Sakkos sind das Must-Have für den Mann - im Büro-Outfit wie auch im Freizeit-Look. Hier eine Kombination von Marc O&#39Polo (Sakko ca. 250 Euro, Hemd ca. 80 Euro, Sweater ca. 100 Euro, Hose ca. 99 Euro). Foto: Marc O&#39Polo
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Sakkos sind das Must-Have für den Mann - im Büro-Outfit wie auch im Freizeit-Look. Hier eine Kombination von Marc O'Polo (Sakko ca. 250 Euro, Hemd ca. 80 Euro, Sweater ca. 100 Euro, Hose ca. 99 Euro). Foto: Marc O'Polo
Der elegante Preppy-Look für Männer ist weiterhin angesagt. Rene Lezard spielt mit der Mischung aus College-Stil und elegantem Herren-Outfit (Sakko ca. 500 Euro, Pullover ca. 180 Euro, Hemd ca. 120 Euro, Hose ca. 180 Euro, Pochette ca. 30 Euro). Foto: Rene Lezard
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Der elegante Preppy-Look für Männer ist weiterhin angesagt. Rene Lezard spielt mit der Mischung aus College-Stil und elegantem Herren-Outfit (Sakko ca. 500 Euro, Pullover ca. 180 Euro, Hemd ca. 120 Euro, Hose ca. 180 Euro, Pochette ca. 30 Euro). Foto: Rene Lezard
Gerade Hosen, die etwas kürzer geschnitten sind oder hochgekrempelt werden, bleiben gefragt - hier von Brax (Hosen ca. 100 Euro, Schuhe ca. 140 Euro). Foto: Brax
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Gerade Hosen, die etwas kürzer geschnitten sind oder hochgekrempelt werden, bleiben gefragt - hier von Brax (Hosen ca. 100 Euro, Schuhe ca. 140 Euro). Foto: Brax
Shorts zum Sakko, das geht längst. Alberto kombiniert das entsprechend (Hose ca. 70 Euro). Foto: Alberto
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Shorts zum Sakko, das geht längst. Alberto kombiniert das entsprechend (Hose ca. 70 Euro). Foto: Alberto

Männer kleiden sich in diesem Sommer modern und dynamisch. Klassiker wie das Sakko werden neu gedacht und sportlich interpretiert. Normen, Grenzen, Dresscodes? Alles nicht so wichtig. Mode darf durchaus klassisch sein, aber bitte nicht spießig.

Köln (dpa/tmn) - Es ist alles möglich: Männer tragen zum Sakko Bermudashorts, Sneaker zur Anzugshose. Die Mode wandelt sich. Gerade in modischen Großstädten werden feste Normen und Dresscodes locker gehandhabt. So geht es in den Kollektionen der Designer für das Frühjahr und den Sommer vor allem um das Ausloten neuer Grenzen.

"Die Art und Weise, sich zu kleiden, orientiert sich heute immer stärker an der eigenen Persönlichkeit", erklärt Gerd Müller-Thomkins vom Deutschen Mode-Institut in Köln. Geprägt wird das von unfassbar vielen Inspirationen aus dem Internet. "Das Netz versetzt uns in die Lage, diesen Prozess der Individualisierung so stark wie nie zuvor nachzugehen." Die Trends der Laufstege der großen Modestädte sind nur noch ein paar Klicks entfernt. Aber das eigene Outfit richtet sich nicht mehr nur nach einer bestimmten Modenschau. Einflüsse finden Modebegeisterte überall auf der Welt und kombinieren sie miteinander. Gerade die Sportkleidung erhält stärkeren Einfluss auf die Alltagsbekleidung. Denn wer sich gerne sportlich kleidet, will das auch im Alltag tun - aber eben stylisch.

Aber vor allem geht es um die Suche nach dem ganz individuellen Stil. Die Männer haben immer häufiger genaue Stilvorstellungen, berichtet Astrid Werle, Maßschneiderin für Männermoden aus Düsseldorf. "Die meisten Kunden sind jung und sehr gut informiert. Sie wollen mit ihrem Outfit ihren persönlichen Stil unterstreichen." Oft betrifft dies Details wie das Innenfutter eines Sakkos. Die Sakkos bleiben in der Arbeitswelt und für die Freizeit gefragt. Bei Schnitt und Passform hat sich zuletzt recht wenig geändert. So sei das klassische Zweiknopfsakko nach wie vor erste Wahl, erklärt Werle. Der Schnitt bleibe körpernah, auch bei den Hosen führe nichts am Slim-Fit vorbei.

"Man muss da stark unterscheiden zwischen dem Mainstream und dem, was immer wieder gepredigt wird", erläutert der Modekritiker Bernhard Roetzel aus Berlin. "Man sieht zwar auf den Laufstegen vermehrt wieder weitere Hosen im Stil der 30er Jahre, aber in der Mainstream-Mode halten sich die schmal geschnittenen Hosen seit einigen Jahren hartnäckig." Gerade etwas kürzer geschnittene oder hochgekrempelte Modelle bleiben gefragt.

Zusammen mit einem Sakko getragen, ergibt das einen Preppy-Look, der an den Stil amerikanischer Collegestudenten erinnert. Auch das bleibe in, wenn es auch nicht mehr ganz bunt wie zuletzt zugeht. "Die Klassiker werden aufgeräumt", sagt die Designerin Werle. Zum einen sind die Schnitte schlank. Zum anderen bleiben klassische Accessoires wie das Einstecktuch angesagt. Bestes Beispiel für die Neuinterpretation eines Klassikers ist für Werle und Roetzel das Comeback des Zweireihers, der nun eine Alternative zum Zweiknopfsakko darstellt.

Jedoch haben die neuen Doppelreiher nicht mehr viel mit den wuchtigen Schränken aus der "Der Pate"- Trilogie gemein, sondern sie wirken jugendlich und sind figurbetont. Besonders beliebt seien Modelle in kühlen Blautönen, sagt Roetzel. "Die Farbe Blau wird generell in diesem Sommer sehr wichtig, in allen Spielarten, in allen Schattierungen."

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