Ständiges Nörgeln treibt Partner in die Defensive

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Einer nörgelt, der andere schweigt: Zum Schluss sind beide genervt. Diese Situation belastet eine Beziehung. Foto: Mascha Brichta

Augenrollen, spitze Bemerkungen oder Stöhnen: So reagieren genervte Partner oft. Der Leidtragende bemerkt das genau und distanziert sich. Das ist Gift für eine Beziehung. Doch es gibt ein Mittel dagegen.

Berlin (dpa/tmn) - Im Laufe einer Beziehung ertappen sich viele dabei, am Partner herumzunörgeln. Mit dem Verhalten erreichen sie nichts: Meist zieht sich der andere zurück, um nichts falsch zu machen. So verliert die Partnerschaft an Wärme und Lebendigkeit, erklärt Psychologin Berit Brockhausen in der Zeitschrift "Emotion".

Um diese Spirale zu durchbrechen, muss sich der genervte Partner erstmal klarmachen, was ihn stört: Fehlt ihm ein Gegenüber für Unternehmungen? Nervt die Hilflosigkeit des anderen, weil man sieht, dass es ihm nicht gut geht, er aber nichts daran ändern will?

In einem zweiten Schritt kann man sich dann überlegen, welcher Partner man gerne in der Beziehung wäre: interessiert, verständnisvoll oder fröhlich. Bei der nächsten nervigen Situation schafft man es vielleicht, gedanklich eine neue Perspektive einzunehmen: Wie würde ein verständnisvoller Partner jetzt reagieren? Auf diese Weise schafft man sich einen größeren Reaktionsspielraum - und muss nicht nur gemein sein.

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