Taschengeld trainiert bei Kindern den Umgang mit Geld

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Durch Taschengeld lernen Kinder, den Wert von Dingen einzuschätzen und Geld einzuteilen. Und sie können sich damit eigene Wünsche erfüllen.

Das Kind hat eine schlechte Note bekommen und schwups - kürzen die Eltern das Taschengeld. Experten halten davon nichts. Taschengeld sollte regelmäßig und pünktlich bezahlt werden.

Freiburg - Kinder sollten frühestens mit zehn Jahren ein monatliches Taschengeld bekommen. Denn erst dann sind sie in der Lage, einen ganzen Monat mit ihrem Geld zu haushalten. Darauf weist die Zeitschrift "Familie & Co" (Ausgabe Frühling 2015) hin. Jüngeren Kindern geben Eltern am besten einen wöchentlichen Betrag. Spätestens wenn Kinder in die Grundschule kommen, sollten sie Taschengeld bekommen, denn dadurch lernen sie, den Wert von Dingen einzuschätzen und Geld einzuteilen. Außerdem wird nebenbei ein wenig Rechnen geübt.

Das Taschengeld sollte pünktlich und regelmäßig ausgezahlt werden. Dann erhalten Kinder eine verlässliche Grundlage für ihre Überlegungen und Planungen und können dadurch auch die gewünschte Selbstständigkeit entwickeln, wie das Deutsche Jugendinstitut (DJI) erklärt. Außerdem knüpfen Eltern das Taschengeld besser nicht an Bedingungen wie ein bestimmtes Verhalten der Kinder. Es sollte etwa unabhängig von den schulischen Leistungen bezahlt und weder als Strafe noch als Belohnung eingesetzt werden.

Mit dem Taschengeld sollten sich Kinder individuelle Wünsche erfüllen können. Eltern verzichten daher am besten darauf, die Anschaffungen zu bewerten. Die Höhe des Taschengeldes richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten der Familie und dem Alter der Kinder: Kinder unter sechs Jahren bekommen der Empfehlung des DJI zufolge 50 Cent bis einen Euro in der Woche, Zehnjährige zwischen 15 und 17,50 Euro im Monat.

Deutsches Jugendinstitut zu Taschengeld (pdf)

dpa

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