Vaterschaft lässt sich erst nach der Geburt feststellen

+
Erst wenn das Kind geboren ist, kann man eine Vaterschaft anerkennen lassen. Foto: Inga Kjer

Ein Kind mit Hilfe einer Eizellspenderin zu bekommen, ist schon schwierig. Die Vaterschaft anerkennen zu lassen ebenfalls. Denn: Allein das Sperma macht einen nach deutschem Recht nicht zu einem Elternteil.

Düsseldorf/Berlin (dpa/tmn) - Ein Mann kann seine Vaterschaft für ein Kind erst nach dessen Geburt feststellen lassen. Vorher sei das nach deutschem Recht nicht möglich, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Im verhandelten Fall vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (Az.: II - 1 UF 83/14) ging es um neun eingefrorene Embryonen. Ein Mann wollte seine Vaterschaft für diese Embryonen feststellen lassen.

Er hat bereits zwei Töchter, die aus seinen Spermazellen sowie den Eizellen einer Spenderin in Kalifornien entstanden sind. Nach Angaben des Mannes waren bei der künstlichen Zeugung weitere neun Embryonen entstanden. Er wollte diese Embryonen ebenfalls zur Geburt führen - und dafür seine Vaterschaft anerkennen lassen. Doch er scheiterte damit vor dem OLG Düsseldorf. Laut Gesetz gelte die Vermutung, dass der Mann der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt der Vater des Kindes sei - bis zum Beweis des Gegenteils. Vor der Geburt sei eine Vaterschaft generell nicht feststellbar.

Meistgelesene Artikel

Finger weg von diesem McDonald's-Produkt

"Ungenügend" - so lautet das Testurteil von ÖKO-Test zu einem beliebten McDonald's-Produkt. Die Fast-Food-Leckerei enthalte Stoffe, die krebserregend …
Finger weg von diesem McDonald's-Produkt

Bunte Tapete kann Schadenersatzforderung rechtfertigen

Bunte Tapeten gefallen nicht jedem. Mieter sollten sie beim Auszug daher wieder entfernen. Tun sie das nicht, müssen sie Schadenersatz zahlen, wie …
Bunte Tapete kann Schadenersatzforderung rechtfertigen

Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Viele Menschen versprechen sich von Vitamin- und Mineralpräparaten eine gesündere Ernährung. Doch wie förderlich sind solche Mittel wirklich?
Neues Portal informiert über Nahrungsergänzungsmittel

Kommentare