August 2016

Baufamilie Jahn verwirklichte das perfektes Traumhaus

+
Das Einfamilienhaus der Familie Jahn ist ein Massivbau in Ziegelbauweise und wurde in einem Zeitraum von acht Monaten realisiert.

Ein Haus wie aus dem Katalog, das haben sich die Jahns im idyllischen Schongau verwirklicht. Gemeint ist damit ein perfekt entworfener Neubau, dessen Inneneinrichtung durch eine bis ins letzte Detail geplante und arrangierte Inneneinrichtung überzeugt.

Schongau - Puristisch, aber trotzdem persönlich, das war das Ziel von Radka und Michael Jahn. Als 2012 Söhnchen Samuel zur Welt kam, stand schnell fest: „Wir wollen bauen“, denn die bisherige Peitinger Mietwohnung in einem Dachgeschoss war zwar gemütlich, mit dem Familienzuwachs aber schlussendlich zu klein.

Baufamilie Jahn aus Schongau: Da sind Radka und Michael mit Sohn Samuel.

Schongau war von Anfang an das Ziel des Ehepaars, da Polizist Michael Jahn es von dort nicht weit zu seiner Dienststelle hat. Über Mund-zu-Mund-Propaganda erfuhr die junge Familie, dass das finnische Unternehmen UPM, das in Schongau seinen Firmenstandort hat, voll erschlossene Baugrundstücke verkauft. Und das zu einem, so Michael Jahn, im örtlichen Vergleich „sehr guten Preis“. Rund 160 Euro haben die Jahns pro Quadratmeter für ihr 660 Quadratmeter großes Grundstück bezahlt. Im März 2014 war Baubeginn, im Oktober stand das Haus. Ein sportlicher Zeitplan, der aber dank der guten Zusammenarbeit der einzelnen Gewerke eingehalten werden konnte. Beim Material haben sich die Jahns für einen Massivbau in Ziegelbauweise und mit dezentraler Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entschieden. Das sorgt für ein gutes Raumklima und senkt die Heizkosten.

Offener Wohnbereich mit künstlerischem Aspekt: Harmonische Innengestaltung sorgt für warmes Ambiente

Vom Wohnbereich geht der Raum offen in die Küche über. Für optische Abtrennung sorgt eine Sitztheke, auf deren Platte auch das Induktions-Kochfeld eingelassen ist – so wird kein Platz verschenkt. Der Backofen befindet sich in der Schrankfront auf Armhöhe, übrigens einer der wichtigsten Trends bei modernen Küchen. Blickfang ist eine gelbe Tür zur Speisekammer, die den grau und weiß gehaltenen Kochbereich optisch auflockert.

Das gemütliche Schlafzimmer von Michael und Radka Jahn.

Kunstwerke als Blickfang: Bei der Inneneinrichtung hatten die Jahns von Anfang an einen Trumpf im Ärmel. Denn Michaels Mutter Margot ist eine lokale Künstlerin. Ihre Bilder schmücken die Wände in fast jedem Zimmer. Die Farben der modernen Acrylgemälde im expressiven Stil harmonieren perfekt mit der in weiß und grau gehaltenen Innengestaltung des Erdgeschosses.
Warmes Flair: Ein hochwertiger Laminatboden in Holzoptik sorgt für warmes Flair, ebenso – im buchstäblichen Sinne – der halbrunde, weiße Kaminofen - ein Designerstück. Er ist allerdings mehr schmückendes Beiwerk, da das Haus über eine zentrale Fußbodenheizung beheizt wird. Trotzdem wollten die Jahns, wie viele andere Bauherren heutzutage, trotz moderner Heiztechniken nicht auf einen Kaminofen verzichten. Im Obergeschoss herrscht, dank des Sichtdachstuhls, aus weiß lasierter Fichte eine helle, freundliche Atmosphäre.
Kein Kuddel-Muddel: Sich beim Eintritt in den Flur an Jacken oder Schuhregalen vorbei quetschen zu müssen, gehört hier der Vergangenheit an. Zwar ist der Eingangsbereich schmal gehalten, es gibt aber ein eigenes Ankleidezimmer, in dem Winter- und Sommerjacken sowie die Schuhe der dreiköpfigen Familie säuberlichst aufgereiht und sortiert Platz finden. Die Ordnung im Kleiderschrank setzt sich im Obergeschoss fort, hier gibt es ebenfalls ein eigenes Ankleidezimmer mit Einbauschränken. Investiert haben die Jahns außerdem in eine zentrale Staubsaugeanlage, bei der der Schlauch nur noch in die jeweilige Wandöffnung gesteckt werden muss. Ein Wäscheschacht führt vom Obergeschoss direkt in den Waschkeller.

Umsetzung nach gewissen Vorstellungen: Intelligentes Raumkonzept und harmonischer Gesamteindruck

Den Plan für das neue Heim hat der Hausherr selbst erstellt, die zwei Stockwerke mit kleinem Dachspeicher und der Keller überzeugen durch intelligente Raumplanung. „Wir haben uns im Vorfeld viele Häuser angeschaut, um Ideen zu sammeln. Und das an den verschiedensten Orten – seien es Fertighäuser bei Baufirmen oder die Häuser von Nachbarn und Freunden. Da haben wir uns jeweils die besten Lösungen ausgesucht und daraus unser Traumhaus kreiert“. Eine gewisse Vorstellung habe man aber schon im Kopf gehabt – sonst wäre das so nicht gegangen“, erinnert sich der 41-jährige Polizist.

Der offene Wohnbereich besticht in hellen und dunklen Tönen. Für ein warmes Ambiente sorgt der hochwertige Laminatboden in Holzoptik.

Ausreichend Tageslicht: Nur bei der Anordnung der Fenster und der Gestaltung der Gaube hat ein Architekt geholfen. Denn die Fenster sind schließlich maßgeblich für einen harmonische Gesamteindruck. In der Küche beispielsweise ist so eine so einfache wie ungewöhnliche Lösung entstanden: Ein Eckfenster, das möglichst viel Wandfläche für Schränke und Küchengeräte lässt, aber gleichzeitig für ausreichend Tageslicht sorgt.
Keller ja oder nein? Ein heißer Diskussionspunkt im Vorfeld war die Frage zur Unterkellerung. „Ein Keller treibt den Baupreis definitiv nach oben. Wir wollten aber ausreichend Stauraum, Nebenräume wie Wäschekeller oder Büro nicht im Erdgeschoss oder ersten Stock unterbringen. Ein Keller muss sein. Hier befindet sich nun das besagte Büro mit Tageslichtfenster. Der Blick nach draußen zeigt dabei keinen tristen Schacht – stattdessen haben die Jahns hier einen etwa 1,50 Meter tiefen Steingarten angelegt, der durch grobe, aufgeschichtete Rohlinge und dazwischen gepflanzte Lavendel-Rabatten besticht.
Fernwärme-Versorgung: Erdwärme, Gastherme, Pellets – die Frage, die die meisten Bauherren bei der Planung vor so manche Denkstunde in Sachen Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität stellt, war für die Jahns kein Problem. Denn das Energieunternehmen UPM, das auch das Baugrundstück zur Verfügung gestellt hat, versorgt die auf dem ehemaligen Firmenbesitz entstandenen Häuser mit Fernwärme. Rund 100 Euro zahlen die Jahns durchschnittlich im Monat für die Energie für Heizung und Warmwasser. Die Fernwärme wird über einen im Keller befindlichen Pufferspeicher ins Haus geleitet.

Das perfekte Traumhaus von Baufamilie Jahn

Türkisblaue Wohlfühloase: Klar und offenes Badezimmer ohne viel „Firlefanz“

Im Badezimmer sticht die Farbe Türkis als schicker Kontrast heraus.

Den frischen Farbton im Badezimmer haben sich die Bauherren eigens mischen lassen. Die kräftige Farbe der Trockenbau-Trennwand zum Duschbereich bildet einen tollen Kontrast zum Weiß der restlichen Wände und dem dunkelgrauen Steinboden. Klar und offen und ohne viel „Firlefanz“ sollte der Eindruck sein, wenn man ins Badezimmer kommt. Damit die Atmosphäre aber nicht zu steril wirkt, wurde das Türkis als „Farbtupfer“ gewählt. Auch die Accessoires wie Handtücher und Fußteppiche im Bad sind stimmig in türkis gehalten, der Blick fällt beim Eintreten direkt auf das geschmackvolle Bild über der Badewanne, in dem sich die Grundfarben des Raumes ebenfalls widerspiegeln. „Einer Linie treu bleiben“ - das Einrichtungskonzept der Jahns und dessen optische Vorteile werden hier besonders deutlich. Die Dusche wurde, dezent hinter der Trennwand versteckt, ebenerdig und damit barrierefrei gestaltet.

Gabionen und Thujen sorgen für Privatsphäre im Garten: Großzügige Terrassenlandschaft rund ums Haus

Zwei Terrassen laden bei den Jahns zum Verweilen ein.

An der Frontseite des Hauses vom Vorgarten auf die Straße gibt es keine hohen Zäune. An den anderen Seiten sorgen mannshohe sogenannte „Gabionen“, also mit Steinen gefüllte Drahtkäfige, für Sichtschutz und Privatsphäre. Damit sie optisch nicht zu hart wirken, sind sie in regelmäßigen Abständen mit Thujenbepflanzung unterbrochen. Zwei Terrassen gibt es bei den Jahns, die auch unterschiedlich genutzt werden: Auf der Südseite befinden sich ein Esstisch und ein kleiner Sandkasten für Samuel, ums Eck lädt eine gemütliche Sitzlounge zum Verweilen für die „Großen“ ein. Was luxuriös wirkt, wurde von Michael Jahn mit einem einfachen Trick verwirklicht: Statt teurer Rattanmöbel hat er einfach Paletten gestapelt, hellgrau lackiert und mit geschmackvollen Polstern in dunkelgrau belegt. Das ist nicht nur weitaus günstiger, sondern sieht auch noch richtig cool aus. Und auch der Zierbrunnen stammt aus der Hand des findigen Heimwerkers: Der glänzende Edelstahlwürfel mit Wasserfontäne ist der Nachbau eines Designerstücks aus dem Handel – und mindestens ebenso stylish.

Steckbrief der Familie Jahn aus Schongau

Anwesen

Neubau eines Einfamilienhauses in massiver Ziegelbauweise keine KfW-Zertifizierung (entspricht in etwa KfW-Energieeffizienz-Standard 70)

Grundfläche

660 Quadratmeter

Wohnfläche

155 Quadratmeter

Bauzeit

März 2014 bis Oktober 2014

Baukosten

keine Angabe

Kosten für Grundstück

160 Euro pro Quadratmeter

Finanzierung

Bayerisches Zinsverbilligungs-Programm (1,85 Prozent Zinsen auf 15 Jahre)

Ausstattung

Einfamilienhaus mit zwei Stockwerken, kleiner Dachspeicher, Kellergeschoss mit Tageslichträumen, Satteldach, Pkw-Stellplatz neben dem Haus, Sichtdachstuhl, Ankleidezimmer, Gäste-Toilette, offener Wohnbereich, Schlafzimmer im OG, Badezimmer, Büro, Hobbyraum, Fußbodenheizung durch Fernwärme, Kaminofen, dezentrale Lüftungsanlage, Pollenfilter

Mehr zum Thema:

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion