Dezember 2015

Wo Vielfalt erlaubt ist: Baufamilie Kolb baut sich ein Toskana-Haus

+
Unsere Baufamilie im Dezember: Stefanie und Florian Kolb mit ihrer kleinen Tochter Emily Sophie

Ein sonniges Tal, idyllisches Bergpanorama und ein bunt zusammengewürfeltes Baugebiet. Hier im Rettenberger Ortsteil Untermaiselstein wohnt die junge Baufamilie Kolb.

Das sind Stefanie und Florian Kolb mit ihrer eineinhalbjährigen Tochter Emily Sophie. Am Fuße des Rottachbergs und mit Blick auf den „Wächter des Allgäus“, den Grünten-Gipfel, hat sich das junge Paar sein individuelles Zuhause gebaut – und sich einen Traum erfüllt, den viele im Allgäu hegen: das eigene Heim für die Familie. Ihr Haus versprüht Charme und Willkommen, ist stilsicher sowie energetisch durchdacht und bietet noch genügend Raum für die Träume von morgen.

Gestaltungsfreiheit beim Bau 

Die gelernte Bankkauffrau war Anfang 20, als sie sich gemeinsam mit ihrem Mann auf die Suche nach einem Bauplatz begab. Ausschlaggebend für die 588 Quadratmeter Grund, die sie von der Gemeinde Rettenberg erworben haben, war die große Offenheit des Bebauungsplans. Für die rund 30 Bauplätze, die im Jahr 2012/13 zwischen Untermaiselstein und Freidorf entstanden, galt eine ungewöhnlich große Gestaltungsfreiheit. Keine Vorgaben für Dachformen, Baustile oder Eindeckungen, was ganz unterschiedliche Modelle zuließ. „Wir konnten unsere Idee und unseren Geschmack frei verwirklichen“, erzählt Stefanie Kolb dankbar. Als sie im September 2013 das favorisiertes Grundstück, gekauft hatten, liefen die Planungen bereits auf Hochtouren. Bereits im März 2014 erfolgte der Spatenstich. Sieben Monate später zog das Paar, das mittlerweile zur kleinen Familie gewachsen war, in den Massivbau ein. „Die Geburt unserer Tochter Emily im Juni 2014 hat uns natürlich nochmal mehr motiviert, das „Nest“ perfekt zu machen“, lächelt Florian Kolb.

Mediterranes Lebensgefühl: In den Charakter des Hauses investiert

Mediterranes Lebensgefühl auch jenseits der Alpen? Baufamilie Kolb hat mit Unbekümmertheit und souveräner Stilsicherheit bewiesen, wie sich südländische Nostalgie und ein modernes Wohngefühl auch am Fuße des Grünten verwirklichen lassen. „Charakter und „Schönheit“ unseres Hauses waren uns sehr wichtig“, sagt die Bauherrin.

Südländischer Charme 

Vor allem toskanische Häuser haben fast immer einen Hauseingang mit Vordach und hellen Säulen.

Zur Optik der Mittelmeer-Architektur gehören das flach geneigte Walmdach, ein umlaufendes Vordach, geflammte Ziegel und eine Fassadenfarbe in Pastelltönen. Merkmale, auf die auch Baufamilie Kolb großen Wert legte. Garagen- und Terrassendach ihres Neubaus schließen sich an die Form des Hauptdaches an und sind mit mehrfarbig marmorierten Tondachziegeln nach römischem Vorbild eingedeckt. Die an Süd- und Westseite umlaufende Terrasse erschließt der Familie schon von Küche und Wohnbereich aus den mit Rosen und Zypressen bepflanzten Garten. Ein mediterraner Steingarten im Norden, Travertin-Natursteine aus der Türkei für den Terrassenbelag und – natürlich – die schlanken Säulen, die die Vordächer tragen, sind unersetzlich für die Ästhetik ihres mediterranen Massivhauses. Baufamilie Kolb hat sich für eine Fassadenfarbe im hellen Blassrosa entschieden, und dabei genau richtig entschieden. „Da hätten wir fast daneben gegriffen und einen viel zu satten, grellen Farbton gewählt“, erzählt Stefanie Kolb. Hier rät sie auch anderen Bauherren, vorsichtig zu sein und sich vom Fachbetrieb beraten zu lassen.

Schlüsselfertiger Massivbau 

In Deutschland werden mediterrane Häuser sowohl in Massiv- als auch in Holzbauweise angeboten. Die Eheleute Kolb entschieden sich für ein Bauunternehmen der Region, das schlüsselfertig in Massivbauweise und gehobener Ausstattung baut. Geplant von einer Architektin, ausgeführt von regionalen Handwerksbetrieben und überwacht von erfahrenen Bauleitern verwirklichte der im Allgäu verwurzelte Bauträger das Eigenheim in Untermaiselstein zur vollsten Zufriedenheit der Bauherren. In punkto Dämmung und Heizung entspricht das Haus der Kolbs den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Impressionen des Toskana-Hauses der Familie Kolb

Edles Glas und warme Holztöne: Perfekte Planung der Küche ging dem Einbau voraus

Ein harmonisches Miteinander von edlen glänzenden Glasfronten und warmen Holzelementen prägt den Eindruck der perfekt geplanten Küche.

„Das Kostbarste ist die Familie“ - so steht es im Haus der Kolbs in roten Lettern geschrieben und schmückt die Wand des offenen Küchenbereichs. Die Familie im Mittelpunkt – schon aus diesem Grund haben sich die Eheleute Kolb für eine offene, dem Wohnen und Essen zugewandte Küche entschieden. Übrigens ohne, dass ein Dunstabzug über dem Herd die Sicht zum Esstisch blockiert. Eine Esse ist in den modernen Induktionsherd mit integriert und saugt Fett und Gerüche von unten her ab. Der breite Küchenblock und die daran angepasste Theke laden vielmehr ein zum geselligen Hand in Hand rund ums Kochen.

Fachmännische Planung

Die gesamte Küche ist auf ein Miteinander von warmen Holztönen und edlen Glasoberflächen abgestimmt. Ein Küchenstudio beriet bei Planung und Einbau. „Der Schreiner hat für uns ganz individuelle Lösungen entwickelt, beispielsweise die in die Ecke eingefügte Speisekammer. Total praktisch!“, schwärmt die junge Mutter. Hinter der erhöhten Theke lässt sich zudem das benutzte Geschirr verstecken und in einem extra Fach die Handtücher aufhängen. „Ideen vom Fachmann, die an unsere Räumlichkeit angepasst wurden und uns den Alltag total erleichtern“, resümiert Ehemann Florian.

Glas trifft auf Holz 

Als absolut familientauglich empfindet die Bauherrin auch die Front ihrer Küchenmöbel aus weißem, glänzendem Farbglas. „Widerstandsfähig und total leicht zu reinigen“, urteilt sie. „Ein Sprüher Glasreiniger und alles glänzt wieder!“ Die Holzfronten sowie die Arbeitsplatte sind in der Optik „Sanremo“ Eiche gewählt, passend zu den Eiche-Landhausdielen des Bodens. Dezente, schmale Edelstahlgriffe runden das Bild der gelungenen Familienküche ab.

Bad-Generation Y Naturstein für das „Felsenbad“

Samtige Erdtöne und eine Trennwand aus italienischem Naturstein bringen einen Hauch Toskana auch ins Badezimmer.

Ein bisschen Toskana-Wellness konnte sich Familie Kolb auch für ihr Badezimmer nicht verkneifen. Eine abgestuft gemauerte Natursteinwand bringt das Urlaubsgefühl ins Bad – und trennt ganz praktisch die einzelnen Sanitärinstallationen voneinander. Vorteil der in Y-Form angelegten Trennwand: die Toilette kann geschickt versteckt werden und die Dusche ist bodengleich verbaut, also barrierefrei zugänglich. Auf den dreidimensionalen Grundrissplänen sieht man deutlich das vorgemauerte Y und die mittig eingebaute Badewanne.

Auf dem Grundriss ist das vorgemauerte Y gut zu erkennen, das die einzelnen Sanitärinstallationen voneinander trennt.

„Diese Variante erfordert mehr Platz“, weiß Florian Kolb zu berichten. Wir mussten mindesten 12 Quadratmeter für unser Bad einplanen.“ Durch die Vormauerungen wirkt der Raum nämlich kleiner. „Deshalb haben wir eine Abstufung der Trennwände vorgenommen.“ So ist auch das rückseitige Fenster optimal platziert. Raumsparend letztendlich auch die funktionale Schiebetür, die das Bad von der Ankleide trennt. Ohne eine professionelle Badplanung und zahlreiche 3-D-Skizzen wäre das so nicht möglich gewesen. Die Wahl von Fliesen, Steinen und Keramik ließ sich mühelos in die Entwürfe integrieren. „Wir planten bis auf die Handtuchfarbe genau“, sagt Stefanie Kolb lachend.

Steckbrief

Anwesen

Einfamilienhaus, Neubau, Massivbau mit Vollwärmeziegel, KfW70-Energieeffizienzhaus

Kosten rund 350.000 Euro ohne Grundstück
Grundfläche 588 m²
Wohnfläche 176 m²
Bauzeit Baubeginn März 2014 bis Einzug im Oktober 2014
Angaben zur Ausstattung

2-geschossiges Haus im italienischen Landhaus-Stil mit Walmdach und Doppel-Garage, voll unterkellert, offener Koch-, Wohn- und Essbereich, Elternzimmer mit Ankleide und Bad, zwei Kinderzimmer mit Bad, Gäste-WC, Luft-Wärmepumpe und Fußbodenheizung, Kaminofen, 3-fach verglaste Kunststofffenster, Rolläden

Werden Sie Kreisboten-Baufamilie und gewinnen Sie 500 Euro

Mehr zum Thema:

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion