Zu dickes Pferd: Ein Maulkorb ist die letzte Lösung

Pferde fühlen sich ohne Maulkorb viel wohler. Foto: Photo Phlip (CC BY 2.0)

Ein Maulkorb für Pferde - das klingt erst mal befremdlich. Tatsächlich hat das nichts mit möglichem Beißen zu tun, ist aber mitunter wichtig.

Bramsche (dpa/tmn) - Das Pferd hat Übergewicht - was tun? Ein Maulkorb kann das Tier auf Diät setzen. Er hilft dabei, dass das Pferd weniger frisst. Halter dürfen dem Tier aber erst dann einen Maulkorb anlegen, wenn alle anderen Möglichkeiten versagt haben.

Außerdem ist es tierschutzwidrig, wenn ein Pferd dauerhaft einen Maulkorb tragen muss. Die Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) rät: maximal zwölf Stunden am Tag. Dann müssen Halter aber darauf achten, dass das Tier trotzdem genug trinkt und frisst - ganz verzichten soll und darf es nämlich keinesfalls. Fresspausen dürfen nicht länger als vier Stunden sein.

Trägt ein Pferd zum ersten Mal einen Maulkorb, können Halter es mit einem Leckerli vorsichtig daran gewöhnen. Wichtig ist, dass der Maulkorb richtig sitzt und nirgends scheuert. Halter sollten das regelmäßig kontrollieren und bei Verletzungen an der Haut sofort eingreifen. Wichtig ist auch, das Tier in den ersten Wochen mit Maulkorb in der Herde zu beobachten, da die Kommunikation für das Tier schwierig ist und es zu Stress mit den anderen Pferden kommen könnte. Aber: Die soziale Fellpflege untereinander ist auch mit Maulkorb möglich.

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