Bangkok-Urlaub: Umbuchen kostet

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Bangkok ist ein beliebtes Ziel für Rucksack- Touristen.

Nach den Straßenschlachten in Bangkok mit rund 20 Toten halten führende deutsche Reiseveranstalter an ihren Storno- und Umbuchungsregeln fest.

Wer jetzt eine Reise in die thailändische Hauptstadt absagen oder umbuchen möchte, muss also die dabei fälligen Gebühren bezahlen. Das erklärten Vertreter der Anbieter TUI, Thomas Cook und Dertour/Meier's Weltreisen am Montag. Im aktualisierten Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes zu Thailand heißt es, Reisen sowie Flüge nach und von Bangkok seien “grundsätzlich weiterhin möglich“. Eine Reisewarnung sprach das Ministerium nicht aus.

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Zu den Todesfällen war es am Samstag in Bangkok gekommen, als Polizisten und Soldaten zwei von Demonstranten besetzte Plätze und Straßenkreuzungen räumen wollten. Bei den Auseinandersetzungen wurden auch mehr als 800 Menschen verletzt. Das Auswärtige Amt rät weiterhin “dringend“ dazu, Menschenansammlungen und Demonstrationen in Bangkok weiträumig zu meiden. “Auch sind weitere gewaltsame Ausschreitungen an möglichen neuen Demonstrationsorten nicht auszuschließen.“ Die Insel Phuket und andere wichtige Touristenziele im Süden Thailands seien von den Demonstrationen dagegen derzeit nicht betroffen.

Nach Erkenntnissen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) hielten sich am Montag - neben Individualreisenden - auch rund 4000 deutsche Veranstaltergäste in Bangkok auf. Rund 1900 davon sind mit Meier's Weltreisen und Dertour angereist, sagte Sprecherin Angela de Sando in Frankfurt. Gästen, deren Hotels in der Nähe der Demonstrationsorte liegen, sei jetzt angeboten worden, in andere Quartiere umzuziehen.

Ein solches Angebot haben auch Thomas Cook Reisen und Neckermann etwa einem Dutzend Urlauber gemacht, deren Hotels sich ebenfalls nicht weit entfernt von den bisherigen Orten des Konfliktes befinden. Es habe allerdings keiner der Gäste davon Gebrauch gemacht, erklärte Thomas-Cook-Sprecher Mathias Brandes in Oberursel (Hessen). Thomas Cook hatte am Montag etwa 290 deutsche Gäste in Bangkok. Von der TUI wurden dagegen Urlauber, die in vier Stadthotels nahe der Demonstrationsorte eingecheckt hatten, auf andere Häuser in der Stadt umgebucht. Davon seien “einige Dutzend“ Gäste betroffen gewesen, erklärte TUI-Sprecher Mario Köpers in Hannover. Insgesamt seien derzeit rund 230 TUI-Gäste in der Hauptstadt. In der Regel blieben die Urlauber dort nur für drei bis vier Tage, bevor sie zu Badeorten oder anderen Zielen in Südostasien weiterfliegen. Die Ausflugsmöglichkeiten in Bangkok seien nicht beeinträchtigt, hieß es bei Meier's Weltreisen und Thomas Cook. Für Bangkok gelten weiterhin “die ganz normalen Reise- und Zahlungsbedingungen“, sagte Thomas-Cook-Sprecher Brandes. Die Lage in der Stadt führe auch nicht zu messbarer Beunruhigung bei Urlaubern mit bereits bestehenden Bangkok-Buchungen: In der Servicecentern des Reisekonzerns habe es vermehrte Anfragen zu dem Thema bisher nicht gegeben.

dpa

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