"Fit für Notfallsituation"

Zu dick zum Fliegen: Air India feuert 125 Flugbegleiter

Die staatliche Fluglinie Air India stellte ihre Kabinen-Mitarbeiter vor die Wahl: abnehmen oder den Job verlieren. 125 der 600 Flugbegleiter schafften es nicht.

In ihrem Ultimatum forderte die indische Fluggesellschaft die zum Großteil weibliche Belegschaft auf, sich dem "Firmenideal" anzupassen. Nicht alle erreichten das verordnete Diät-Ziel. Die Stewardessen mussten einen Body-Mass-Index zwischen 18 und 25 schaffen, für Stewards reichte ein Wert zwischen 18 und 25. Ein halbes Jahr hatten die Flugbegleiter Zeit zum Abspecken, damit sie ihren Arbeitsplatz behalten durften. 125 der 600 Mitarbeiter wurden entlassen, nachdem sie nach Ablauf der Frist die Werte nicht erreicht haben.

Der Flugexperte Kapil Kaul verteidigte die Entscheidung der Airline gegenüber der BBC: "Eine übergewichtige Crew erwecke den Eindruck, die Airline sei nicht fit." Auch im Hinblick auf Notsituationen sei es wichtig, dass die Flugbegleiter sportlich sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass Air India zu diesen drastischen Mittel gegriffen hat: Bereits 2009 wurden neun zu dicke Hostessen entlassen.

mil

Rubriklistenbild: © dpa

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