Faszinierende Tierbilder aus dem ewigen Eis

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Kinderstube in der Eiswüste: Kaiserpinguin-Küken in der Antarktis.

Dieses Buch kommt ohne Worte aus. Weil die dramatisch schönen Bilder des Naturfotografen Thorsten Milse, aufgenommen am Nord- und Südpol, einfach für sich sprechen.

Die Eisbärenmutter, die ihre Jungen durch die unendliche Eiswüste der kanadischen Hudson Bay führt, ihnen Geborgenheit gibt in einer Wildnis, in der auf Schritt und Tritt der Tod lauert. Eisfüchse und Schneehasen, fast perfekt getarnt im grenzenlosen Weiß des ewigen Winters.

Ringelrobben-Junges in der Arktis

Eine Pinguin-Kolonie, versammelt vor einer majestätischen Kulisse aus Packeis, als wären die Frackträger der Einladung zur Vernissage in einer Kunstgalerie gefolgt. Albatrosse, die über dem tiefgrauen Antarktis-Himmel kreuzen. Seebären im Kampf um die Vorherrschaft in der Gruppe. Oder die kleine Ringelrobbe, flauschig wie ein Steifftier, Eiskristalle im Fell, die riesigen Knopfaugen neugierig-fragend direkt auf die Linse des Fotografen gerichtet. Und immer wieder diese gigantische Landschaft, ein Stück von der Welt, abweisend und anziehend gleichermaßen, von Naturgewalten konserviert, gegen die der Mensch bisher den Kampf noch weitestgehend verloren hat.

Der Bildband „Polarworld“ von Thorsten Milse

Diese Bilder erzählen ihre eigene Geschichte, ergeben in ihrer Gesamtheit 3,45 Kilo geballte und gebundene Emotion. Ein paar Textpassagen gibt es dann aber doch. Zum Beispiel das Vorwort von Polarforscher Arved Fuchs, in dem er erzählt, dass er sich schon auf dem drehbaren Globus seiner Kindheit von den beiden Polen magisch angezogen fühlte. Und diesen einen Satz von Albert Einstein: „Schau ganz tief in die Natur, und dann verstehst Du alles besser.“ Mehr gibt es dazu, genau genommen, eigentlich nicht zu sagen.

Christine Hinkofer

DAS BUCH

Der Bildband „Polarworld“ von Thorsten Milse mit 288 großformatigen, teilweise doppelseitigen Fotografien ist bei Dumont erschienen (ISBN 978-3-7701-8923-6) und kostet 79,90 Euro.

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