Reisebüros sollen Handynummern für Krisenfälle abfragen

+
Wenn Reisebüros die Handynummern ihrer Kunden erhalten, können sie in Notfällen einen Kontakt zu ihnen herstellen. Foto: Katharina Hölter

Viele Menschen scheuen sich davor, als Kunde ihre Handynummer irgendwo zu hinterlassen. Sinnvoll kann es aber sein, sie etwa einem Reisebüro anzuvertrauen. Bei Katastrophen oder Anschlägen sind Urlauber dann jederzeit erreichbar.

Berlin (dpa/tmn) - Reisebüros sollen bei der Buchung künftig immer auch die Handynummer des Kunden erfassen. Diese wird bei einem Notfall im Urlaub an den Reiseveranstalter weitergegeben, damit dieser den Gast per SMS kontaktieren kann.

Die schnelle Kontaktaufnahme sieht eine Initiative des Deutschen Reiseverbands (DRV) vor, die laut Sprecherin Sibylle Zeuch "so schnell wie möglich" umgesetzt werden soll. Im Krisenfall sollen Veranstalter ihre Gäste besser mit Informationen versorgen können, etwa bei einem Terroranschlag oder Tsunami.

Grundlage des Konzepts ist das vom DRV entwickelte Notfallsystem SMS Assist, das es schon seit Jahren gibt. Noch erheben allerdings längst nicht alle Reisebüros die Handynummern ihrer Kunden. Das soll sich nun ändern - unter einer Bedingung: Um die Nummern zu bekommen, müssen Veranstalter sich dazu verpflichten, diese nicht zu Werbe- und Marketingzwecken zu nutzen.

Informationen zu SMS Assist

Meistgelesene Artikel

Luther und Weihnachtsparaden im Januar

Wem die Adventszeit zu kurz ist, der kann sie in Brasilien verlängern. Auch im Januar gibt es dort noch einige Weihnachtsevents. Der Berliner …
Luther und Weihnachtsparaden im Januar

Neues Kunstmuseum in Kapstadt öffnet im September 2017

Ein altes Getreidesilo an der Waterfront von Kapstadt verwandelt sich in ein Kulturzentrum. Darin sollen ab kommendem Herbst diverse Spielarten …
Neues Kunstmuseum in Kapstadt öffnet im September 2017

Kreuzfahrt: Veranstalter haftet nicht für Behandlungsfehler

Der Reiseveranstalter ist nicht für das verantwortlich für das, was ein Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff macht. Dabei ist es egal ob es sich …
Kreuzfahrt: Veranstalter haftet nicht für Behandlungsfehler

Kommentare