Vorsicht! In Hotels schlummern fiese Keime 

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Vorsicht vor Legionellen in weniger frequentierten Hotels

Berlin - Das Hotel ist ruhig, die Zahl der Gäste überschaubar. Für viele Reisende ist es genau der richtige Platz zum Entspannen. Doch genau hier lauert eine unsichtbare Gefahr.

In wenig besuchten Hotels können sich fiese Bakterien ausbreitet. Vor allem warnen Experten vor sogenannten Leionellen. Diese Bakterien fühlen sich in wenig benutzen Warmwasserleitungen wohl. 

Die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Berlin raten daher, in weniger frequentierten Hotels vor dem Benutzen von Dusche oder Badewanne die Wasserhähne aufzudrehen, dabei nicht einzuatmen und dann das Wasser bei geschlossener Türe einige Minuten laufen zu lassen.

 „Auf diese Weise können die meisten Bakterien mit dem ersten Wasserschwall ausgespült werden“, erklärt Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der DGP. Anschließend sollte man vor Benutzung des Badezimmers den Raum gut durchlüften.

Weitere Infektionsquellen können auch selten benutzte Klimaanlagen oder Whirlpools in wenig besuchten Hotels sein. Betroffen sind nach Worten Köhlers überwiegend Leitungen mit sogenannten Stagnationen, in denen das Wasser also oft steht, weil es nicht benutzt wird.

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Die Bakterien können die sogenannte Legionärskrankheit (Legionellose) hervorrufen, die tödlich verlaufen kann. Sie bricht gewöhnlich zwischen zwei und zehn Tagen nach der bakteriellen Infektion aus und verläuft dann ähnlich wie eine Grippe mit Kopf- und Muskelschmerzen, trockenem Husten und Fieber. Am häufigsten sind Männer über fünfzig Jahren betroffen.

 „Auch wenn die Erkrankung vergleichsweise selten auftritt, endet sie doch gerade bei Älteren und Immungeschwächten aufgrund von Komplikationen, die mit einer Lungenentzündung verbunden sein können, in mehr als zehn bis 15 Prozent tödlich“, betont Köhler. Außerdem werde Legionellose oft nicht oder zu spät erkannt.

dapd

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