Als einzige Vertreterin des Bogensport FFB  qualifizierte sich Para-WM-Kandidatin Vanessa Bui für die deutsche Meisterschaft WA im Freien in Raubling.

Krönender Abschluss in Russland

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Krönender Abschluss in Russland: Vanessa Bui, Bogensport FFB.

Fürstenfeldbruck – Als einzige Vertreterin des Bogensport Fürstenfeldbruck qualifizierte sich Para-WM-Kandidatin Vanessa Bui für die deutsche Meisterschaft WA im Freien in Raubling. In der Damenklasse Compound kämpfte sie sich mit einer persönlichen Bestleistung von 673 Ringen auf einen guten 6. Platz in der Qualifikation und bewies sich auch im Kreis der nicht-behinderten Kaderathletinnen. Im Finalschießen traf sie gleich auf Kaderkollegin Karina Granitza, gegen die sie nur knapp mit 139:140 (von 150 möglichen Ringen) unterlag und sich deshalb nicht weiter vorkämpfen konnte.

Direkt nach dem Wettkampf ging es für Vanessa nahtlos weiter zur Para-WM in Donaueschingen. Unter den herausfordernden Bedingungen einer Heim-WM schoss sie sich als beste deutsche Compound-Dame auf Rang 13. Durch diese Platzierung sicherte sie sich einen Start im 1/16-Finale, während sich die schlechter platzierten Schützinnen noch durch das 1/32-Finale schießen mussten. Im 1/16-Finale traf sie dann auf Konkurrenz aus Russland. Das Match blieb bis zum Ende spannend, denn der Unterschied zwischen den Rivalinnen betrug immer nur ein oder zwei Ringe. Letztlich hatte die Russin mit einem Ring Vorsprung die Nase vorn und Vanessa erreichte in der Endplatzierung Platz 17 auf ihrer ersten Weltmeisterschaft. In der Mannschaftswertung schaffte sie es mit ihren Kolleginnen Karina Granitza und Lucia Kupcyk allerdings bis ins Goldfinale. Dort schafften sie es wieder mal eines der spannendsten Matches für die Zuschauer zu liefern: Beide Mannschaften waren ringgleich, sodass es zu einem Stechen kam, bei dem jede Schützin einen Pfeil schießt. Beide Teams begannen mit einer 8 und einer 10. Erst mit dem letzten Pfeil konnten die Russinnen letztlich das Match für sich entscheiden, denn sie hatten eine weitere 10, während das deutsche Team die 8 getroffen hat. Doch das konnte die Freude über WM-Silber nicht trüben, denn die Compound-Damenmannschaft holte für Deutschland die einzige Medaille bei dieser Weltmeisterschaft. 

Für einen krönenden Abschluss der erfolgreichen Saison sorgte eine persönliche Einladung nach Yakutsk/Russland. Dort wurde erstmals ein internationales Turnier der „Highest Sportmanship School“ ausgetragen, zu dem auch einige Gäste aus dem Ausland eingeladen wurden, zu denen auch Vanessa gehörte. Der Wettkampfplatz lag direkt am Fluss Lena, was zwar eine schöne Aussicht bietet, jedoch auch viel Wind versprach. Die Sportler übernachteten in einem nu errichtetem Camp aus Blockhütten. Auch der Austragungsort der Finals – man schoss von einer höher gelegenen Terrasse einer Hütte auf Scheiben, die ebenfalls auf einer Erhöhung standen – wurde neu erbaut und durch dieses Turnier eingeweiht. Auch Vanessa durfte von dort aus schießen, denn sie erreichte in der Qualifikation den dritten Rang und konnte sich im Finalschießen dann den zweiten Platz sichern. So konnte sie von den erlebnisreichen Tagen in Sibirien nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch ein großzügig dotiertes Preisgeld mit nach Hause nehmen.

Roland Graf

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