Oberweikertshofen und Fürstenfeldbruck trennen sich 1:1

Landesliga-Duell endet Unentschieden

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Mit einem wuchtigen Kopfball erzielt Assad Nouhoum die Oberweikertshofener Führung, die der Unparteiische wegen Torwartbehinderung nicht anerkennt.

Oberweikertshofen – Der Punktgewinn beim 1:1-Unentschieden im Derby gegen den SC Fürstenfeldbruck reichte dem SC Oberweikertshofen am Samstag, um in der Tabelle nochmals einen Platz gut zu machen. Die Elf von Trainer Stefan Tutschka rückte nach dem vierten Saison-Remis auf Platz sieben vor, der Elf von Brucks Trainer Tarik Sarisakal hingegen hilft der Punkt nicht wirklich weiter beim Kampf aus dem Tabellenkeller.

 „Wir haben nach dem 1:0 von Uli Fries aufgehört zu spielen, die Brucker wieder stark gemacht und prompt den Ausgleich kassiert“, sprach SCO-Manager Uli Bergmann nach dem Schlusspfiff von zwei verlorenen Punkten. Grund zur Freude gab es nach den ersten 45 Minuten, die torlos blieben, in der Tat weder für den SCO noch für den SCF. Die 420 Zuschauer sahen kein wirklich euphorisierendes Spiel. Dazu ließ es jegliche Derby-Atmosphäre vermissen, war einfach arm an Torraumszenen und arm an gelungenen Spielzügen. Gegen die in der Defensive stark stehenden Brucker fanden die Oberweikertshofener letztlich kein probates Mittel. Und selbst eine Reihe von Freistößen aus vielversprechender Entfernung waren bei SCF-Keeper Maximilian Knobling gut aufgehoben oder verfehlten das Tor. Aber auch die Blaugelben aus der Kreisstadt kamen in den ersten 45 Minuten zu keiner wirklichen Torchance. Ansatzweise Fahrt nahm das Derby endlich nach dem Wiederanpfiff auf. Der SCO schnürte jetzt die Brucker in der eigenen Spielhälfte ein und drängte auf eine Entscheidung. Nach einem Eckstoß landete der Ball auch im Tor, als der aufgerückte Assad Nouhoum zu einem wuchtigen Kopfball hochgestiegen war. Doch der Unparteiische sah dabei eine Torwartbehinderung und gab den Treffer nicht. Eine klare Fehlentscheidung, denn Knobling kam viel zu spät aus einem Kasten. 

Fast im Gegenzug stand dann der Tutschka-Elf das Glück zur Seite, als Marco Ecker den Ball an die Querlatte knallte. Hier wäre SCO-Keeper Stefan Brunner chancenlos gewesen. Dann doch Jubel auf Oberweikertshofener Seite. Nach feinem Zuspiel von Patrick Lapper nahm der Ex-Brucker Uli Fries genau Maß und überwand Knobling mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 für den SCO. Der 2,02 Meter lange Knobling streckte sich vergeblich. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Nachdem Fries fast das 2:0 gelungen wäre, Brunner mit einem beherzten Sprung den Ausgleich nach einem Schuss von Andreas Beinhofer noch verhindert hatte, zirkelte Tamas Madar einen Freistoß an die Querlatte und der Abpraller fiel vor die Füße des aufgerückten Brucker Abwehrspielers Julius Ostarhild, der aus dem Gewühl heraus einnetzte. 

Trauriger Höhepunkt in der Schlussphase: Der eingewechselte Oberweikertshofener Youngster Mehmet Ayvaz erhielt in der 85. Nach einer Unbeherrschtheit gegen Brucks Yannick Demmer die Rote Karte. „Natürlich was das für mich heute ein besonderes Spiel“, sagte SCO-Spielführer Christian Rodenwald, der in der vergangenen Saison noch die Kapitänsbinde des SCF trug. „Ich habe schließlich 14 Jahre beim SCF gespielt. Zum Spielverlauf muss ich sagen, das war zu wenig für uns. Wir hatten heute mehr Spielanteile. Leider gab es viele umstrittene Aktionen, auch bei den Entscheidungen des Schiedsrichters.“ „Ich habe keinen Unterschied gesehen“, meinte Sarisakal nach den 90 Minuten. „Oberweikertshofen hatte mehr Spielanteile, meine junge Mannschaft aber hat mit Einsatz und Leidenschaft auswärts in einem Derby einen Punkt geholt. Was will ich mehr?“ SCO-Trainer Stefan Tutschka sprach von einem verbissenen Derby mit wenig Spielfluss, woran seiner Meinung nach der Unparteiische nicht ganz unschuldig war, weil er jede Kleinigkeit abgepfiffen habe. „Dabei war es ein total faires Derby. Es hat nichts Bösartiges gegeben. Schade, dass wir es nicht geschafft haben, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Warum der Referee allerdings den Treffer von Assad Nouhoum nicht gab, wird sein Geheimnis bleiben. Auch die Rote Karte gegen Mehmet Ayvaz verstehe ich nicht. Im Endeffekt kann ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.“ 

Dieter Metzler

 

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