Landesliga-Partie des EV Fürstenfeldbruck beim letzten Spiel im alten Jahr gut gelaufen

Brucker reißen verloren geglaubtes Spiel aus dem Feuer

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: Ihr Einsatz wurde belohnt: Am Boden EVF-Kapitän Sebastian Ehemann und rechts der Torschütze des entscheidenden Penalty-Treffers zum 4:3-Sieg Philipp Steidle.

Fürstenfeldbruck/Forst Nach gut einer halben Stunde schien die Landesliga-Partie des EV Fürstenfeldbruck beim letzten Spiel im alten Jahr am 19. Dezember vor 102 Zuschauern gegen den SC Forst gelaufen zu sein. Mit 0:3-Toren lagen die Kreisstädter zu diesem Zeitpunkt zurück, und die 20 mitgereisten Anhänger trauten ihrer Mannschaft eine Wende nicht mehr zu, zu dominant agierte der Tabellenführer aus Forst. Doch im Schlussdrittel besann sich die Mannschaft von Trainer Stefan Melcher auf ihre kämpferischen Qualitäten, holte Tor um Tor auf und zwang den Tabellenführer nach dem 3:3-Ausgleich in der 59. Minute beim anschließenden Penalty-Schießen in die Knie.

„Forst hat den Vorsprung nur noch verwaltet“, ließ Trainer Melcher das Spiel nach dem spannenden Penalty-Schießen Revue passieren. „Das hat sich gerächt.“ Für den einzigen Aufreger im torlosen ersten Drittel sorgte Forsts Trainer Norbert Strobl, als er nach einer Bankstrafe gegen seine Mannschaft heftig protestierte und einen Schiedsrichter beleidigte, woraufhin der Forster Trainer, der einst auch einmal die Brucker trainierte, mit einer Spieldauerstrafe aus dem Peißenberger Stadion verbannt wurde. Die Kreisstädter müssen sich zu Beginn des Mittelabschnitts zunächst den Vorwurf gefallen lassen, dass sie nach einer weiteren Spieldauerstrafe, diesmal gegen einen Spieler, aus dem fünfminütigen Überzahlspiel kein Kapital schlagen konnten. Wie das funktioniert, führte ihnen wenig später dann der Tabellenführer vor. Zunächst nutzte Forst ein Überzahlspiel, als Philipp Weishaupt eine Zweiminutenstrafe abbrummte, zum 1:0. 

Mit einem 4:3 nach Penalty-Schießen gelang den Bruckern beim Tabellenführer Forst ein überraschender Sieg. Entsprechend groß fiel der Jubel nach dem siegreichen Penalty-Schießen aus.

Dann flog Andreas Killian wegen unkorrekten Körpereinsatz vom Eis und durfte zum Duschen gehen. Forst nutzte das numerische Übergewicht und zog innerhalb von zwei Minuten auf 3:0 davon. Im Schlussdrittel stellte der Brucker Trainer auf zwei Blöcke um, was sich ausbezahlen sollte. Als Daniel Sontowski in der 42. Minute auf 3:1 verkürzte, schien die Forster das Gegentor jedoch kaum zu beunruhigen. Nach dem weiteren Treffer durch Felix Hartig zum 3:2 wurde der Tabellenführer aber zusehends nervöser. Als dann auch noch den in Unterzahl auf dem Eis stehenden Bruckern eine Minute vor Schluss durch eine tolle Einzelleistung von Sven Mönch gar das 3:3 gelang, wollte der Jubel auf der Brucker Seite kein Ende nehmen. Man hatte ein schon verloren geglaubtes Spiel noch einmal aus dem Feuer gerissen. Und als schließlich Philipp Steidle auch noch den entscheidenden Penalty zum 4:3-Sieg verwandelte, war den Bruckern nicht nur die Revanche für die 1:2-Heimniederlage gelungen, sondern der Auswärtssieg stellte zugleich einen versöhnlichen Jahresausklang dar. 

Dieter Metzler

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