EV Füstenfeldbruck verliert in Passauer EisArena vor 1180 Zuschauern

EVF: Endstation im Viertelfinale

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Die Landesliga-Mannschaft des EV Fürstenfeldbruck blickt auf eine erfolgreiche Eishockey-Saison zurück

Fürstenfeldbruck – Schade, der Meisterschaftstraum für den EV Fürstenfeldbruck ist ausgeträumt. Am 12.Februar verloren die Kreisstädter in der Passauer EisArena vor 1180 Zuschauern, darunter 120 Brucker Fans, das dritte und alles entscheidende Playoff-Spiel mit 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)-Toren. Damit endet für die Mannschaft von Trainer Christian Eibl trotz des Ausscheidens zugleich eine erfolgreiche Saison. „Wir sind in Bayern unter den letzten acht gelandet von insgesamt 27 Landesliga-Mannschaften“, zieht Technischer Leiter Wolfgang Wickenrieder ein positives Fazit. In den vergangenen Jahren habe man stets um den Klassenerhalt kämpfen müssen.

Es war eigentlich in Passau von Beginn an klar, dass die Mannschaft die EisArena von Passau als Sieger verlassen und damit ins Halbfinale einziehen würde, die sich diszipliniert verhält, das heißt, sich vom Gegner nicht provozieren lässt und damit von der Strafbank wegbleibt. Doch bereits nach drei Minuten standen die Brucker erstmals in Unterzahl auf dem Eis. Andreas Dietrich kassierte nach Beinstellen eine Zwei-Minutenstrafe. Wenig später folgte ihm Alexander Brunner in die Kältebox wegen Behinderung. Fast eine Minute hatten sich die Brucker einer doppelten Überzahl zu erwehren. Eigentlich hatten sie sich vorgenommen, die Strafbank, wenn möglich zu meiden, da zum einen das Unterzahlspiel viel Kraft kostet, zum anderen Passau in Überzahl brandgefährlich ist. Zum Glück überstand der EVF die Zeitstrafen ohne Gegentor. Dann plötzlich erhielt Sven Mönch die erste dicke Chance zur Brucker Führung, und das ausgerechnet, als sich die Brucker erneut mit einem Spieler weniger auf dem Eis befanden. Ansonsten boten beide Mannschaft ein sehr zerfahrenes erstes Drittel, wohl auch in Anbetracht der Bedeutung dieses alles entscheidenden dritten Viertelfinalspiels. Dann eine Minute 40 Sekunden vor dem ersten Kabinengang brandete erstmals Jubel bei den Brucker Fans auf. Patrick Ullmann erzielte die Brucker Führung. Doch der Jubel wurde im Keime erstickt.

Passaus Frantisek Mrazek nutzte ein 5:4-Überzahlspiel zum 1:1-Pausenstand. Sieben Minuten hatte das 1:1 im Mittelabschnitt Bestand, dann nutzten die Passauer durch Jörn Appelt ein weiteres Überzahlspiel zur erstmaligen Führung, als Markus Pasterny wegen Stockschlags eine Zeitstrafe absaß. Der Treffer zeigte Wirkung bei den Bruckern, denn der Mannschaft fehlte nun irgendwie der Zugriff aufs Spiel. Aber die drei Unparteiischen sorgten mit ihrer kleinlichen Pfeiferei auch dafür, dass ständig irgendeine Mannschaft in Unterzahl auf dem Eis stand, so dass das Spiel beider Mannschaften doch sehr darunter litt. Mit einer knappen 2:1-Führung der Gastgeber verschwanden beide Mannschaften nach 40 Minuten zur letzten Drittelpause in die Kabinen.

Fast wäre zu Beginn des Schlussdrittels Daniel Sontowski der 2:2-Ausgleich gelungen. Noch hat sich die Mannschaft von Trainer Christian Eibl nicht aufgegeben. Ein Treffer aufzuholen, ist im Eishockey noch Sekunden vor Schlussmöglich. Doch dann kam die kalte Dusche. Aus einem schnellen Konter heraus erzielte Passau wohl das vorentscheidende 3:1 durch ihren Torjäger Jürgen Lederer, der den Bruckern eigentlich hinreichend bekannt sein dürfte. Er hat in den bisherigen Playoff-Spielen gegen Bruck allein fünf Treffer erzielt. Der EVF bäumte sich noch einmal auf und drückte auf den Anschlusstreffer, die Gastgeber verlegten sich nur noch aufs Kontern, wobei ihnen zwei Minuten vor der Schlusssirene mit dem 4:1 durch Waldemar Detterer die endgültige Entscheidung gelang. Zu guter Letzt handelte sich Sven Mönch nach einem Check gegen den Kopf eines Passauer Spielers auch noch eine Matchstrafe ein.

Dieter Metzler

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