Rabenschwarzer Sonntag für die beiden Bezirksligavereine aus dem Landkreis

Zwei Pleiten am Wochenende

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Maisachs Spielführer Benedikt Mittermaier (weißes Trikot) hatte viel Arbeit in der Abwehr zu verrichten.

Fürstenfeldbruck – Zuerst verlor der SC Maisach sein Spiel beim FC Anadolu Bayern mit 1:2-Toren, und dann ging auch der SC Fürstenfeldbruck beim 2:3 beim SV Planegg-Krailling erneut leer aus. Die Elf von Maisachs Trainer Mike Schien rutschte nach der vierten Niederlage in Folge erstmals auf einen Relegationsplatz ab, und die Elf von Brucks Coach Michael Westermair blieb auch nach dem neunten Spieltag die einzige Mannschaft in der Liga ohne Sieg bisher.

mal dem ersten „Dreier“ so nahe. Beim Tabellenführer in Planegg führte der SCF mit 2:1-Toren und hatte durch Fernando Ernesto zweimal die Chance, die Führung auszubauen. Doch am Ende triumphierte im Heide-Volm-Stadion vor 150 Zuschauern der Tabellenführer im Duell der beiden Landesliga-Absteiger. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und zumindest ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen“, trauerte Westermair vor allem den beiden Chancen nach. Die Leistung der Brucker war mit der vor zwei Wochen beim 2:2 gegen Grünwald zu vergleichen. Diesmal mit einer ähnlichen Körpersprache trat der Ligaletzte beim Spitzenreiter an, ganz nach dem Motto: „Wir haben eh nichts zu verlieren.“ Den frühen Rückstand glich wenige Minuten später Tamas Madar mit einem raffinierten Heber über den Torwart aus. Hatte Sekunden vor der Pause Sebastian Ranftl das 2:1 auf dem Fuß, so war der Ex-Emmeringer vier Minuten nach dem Wiederanpfiff erfolgreich. Der Treffer gehörte zur Hälfte Fabio Gonschior, der im Strafraum drei Planegger austanzte und den Ball auf Ranftl zurücklegte. Dann vergab Ernesto die zuvor geschilderten Chancen. Die Gastgeber bestraften dies mit dem 2:2-Ausgleich. Und als Andreas Petermann einen Freistoß rechts an der schlecht postierten Brucker Mauer vorbei zirkelte, den Maxi Knobling im Tor der Brucker noch aus dem bedrohten Eck abwehren konnte, stocherte Benedikt Hort das Leder endgültig über die Torlinie. Den Maisachern fehlten ganze sechs Minuten zum Sieg an der Agnes-Bernauer-Straße in Pasing. Der FC Anadolu hatte zwar mehr Spielanteile und in den ersten 45 Minuten drei gute Chancen, in Führung zu gehen, aber die Seiten wurden mit einem 0:0 gewechselt. „Wir hatten nur 30 Prozent Spielanteile und hätten uns nicht beklagen können, wenn wir in Rückstand geraten wären“, stellte Schien zur Pause fest. Auch nach dem Wiederanpfiff, der um 12 Uhr bei einer Gluthitze angepfiffenen Partie dominierte Anadolu. Doch aus heiterem Himmel gelang Maisach durch den eingewechselten Constantin Hütel das 1:0, als er bei einem der wenigen Vorstöße den gegnerischen Torhüter tunnelte. Das Ergebnis stellte freilich den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf. „Ich mache Martin keinen Vorwurf“, nahm Schien seinen Torhüter Matin Deubzer aus der Kritik, als der Unglücksrabe über den Ball trat und so Anadolu den Ausgleich bescherte. In Schockstarre kassierten die Maisacher zu allem Unglück zwei Minuten später dann auch noch das 2:1 der Gastgeber.

Dieter Metzler

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