Neuntägige Reise zum Großmeister in die USA - Mit mehreren Taekwondo-Schulen 

Brucker Taekwondo-Schule besucht Großmeister Kwon in Portland/USA

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Beim Großmeister zu Besuch (v. li.): Jae-Hwa Kwon, Moritz Müller (2.Dan), Konrad Morhart (1.Kup), Roman Neftissov (1. Kup), Robert Förg (3. Kup), Klaus Haggenmüller (3. Kup) und Schulleiter Fred Winter (4. Dan).

Fürstenfeldbruck – Als „eine Reise für’ s Leben“ bezeichneten die fünf Taekwondo-Kämpfer der Taekwondo-Schule aus der Kreisstadt ihre neuntägige Reise zum Großmeister Kwon Jae Hwa vom neunten bis 17. Februar nach Portland im US-Staat Oregon.

 Zusammen mit Fred Winter, dem Leiter der Brucker Schule, sowie drei weiteren Taekwondo-Schulen aus Dachau, Pfaffenhofen/Ilm und Neumarkt waren die Brucker zu der einwöchigen Trainingsreise aufgebrochen. An insgesamt sechs Tagen absolvierten die Brucker ein intensives Training mit dem Großmeister. In Gruppen wurde jeweils vier Stunden pro Tag traditionelles Taekwondo zelebriert. 

Schulleiter Fred Winter sowie Moritz Müller und Konrad Morhart nutzten die Zeit und legten die nächste Prüfung ab: Winter zum vierten Dan, Müller zum zweiten Dan und Morhart zum ersten Kup (letzter Rotgurt vor dem Schwarzgurt). Vor den anstrengenden Trainingseinheiten berichte der Meister aus seinem Leben. Schon in jungen Jahren wurde er in der koreanischen Kampfsportart Taekwondo unterwiesen. Im Alter von 29 Jahren wurde Kwon Mitglied eines fünfköpfigen Demonstrationsteams, das auszog, um Taekwondo in der westlichen Welt bekannt zu machen. Kwon kam nach Deutschland und war Gründungsmitglied des Deutschen Taekwondo-Verbandes. Inzwischen gibt es 57 Schulen in Deutschland.

 „Warum mache ich Taekwondo?“ fragte Kwon Jae-Hwa die Trainingsteilnehmer. Die Antwort sieht man dem inzwischen 76-jährigen drahtigen Großmeister an. „Um Körper und Geist fit zu halten.“ Dabei geht es aber nicht darum, wer der Schnellste, der Stärkste oder Klügste ist, sondern darum, in allem, was man tut, sein Bestes zu geben und unermüdlich an sich zu arbeiten, erfuhren die Schüler. Kwon distanziert sich bewusst von der modernen Art des Kampfsports mit Körperkontakt. Wichtige Bestandteile des Trainings sind Konzentration und Ausdauer, die Fähigkeit, sich und seine Gedanken zu kontrollieren und Angst und Erschöpfung zu überwinden. Die trainingsfreie Zeit nutzten die Brucker, um Portlands „American way of life“ zu erleben, Meeresluft am Pazifik zu atmen und die gigantischen Multnomah-Wasserfälle zu bestaunen. Gemeinsame Aktionen mit den anderen Schulmitgliedern während und auch außerhalb des Trainings brachten zusätzlich die bayerischen Schulen näher zusammen. 

 Dieter Metzler

 

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