Ein alter Wunsch hat sich erfüllt -  Emmeringer Bürgermeister Michael Schanderl freut sich über neue Trainingsplätze

Neue Leichtathletikanlage eingeweiht

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Zur Einweihung der neuen Leichtathletikanlage am Lauscherwörth waren viele Gäste erschienen, um den Worten von TVE-Chef Manfred Sinner (am Rednerpult) zu lauschen.

Emmering – Wie alt der Traum des TV Emmering von einer Leichtathletikanlage ist, weiß auch Bürgermeister Michael Schanderl nicht mehr. „Ich kann mich nicht daran erinnern, so alt bin ich noch gar nicht“, sagte der 52-jährige Rathauschef. Doch nun wurde der lang gehegte Wunsch erfüllt: Schanderl weihte die neue Anlage am Lauschwerwörth ein.

Warten auf den Startschuss durch Robert Huber von der Böllergruppe Emmering (v.l.) TVE-Chef Manfred Sinner, Bürgermeister Michael Schanderl sowie Konrektorin Christel Benzinger und Lehrerin Elisabeth Lintner von der Schule beim Sponsorenlauf. Andreas Daschner

Bis zur Fertigstellung gingen aber nicht Jahrzehnte des Wartens der Leichtathleten, sondern auch Jahre der Planung ins Land. Begonnen damit wurde nämlich bereits 2006, als der Wunsch des FC Emmering nach neuen Trainingsplätzen bekannt wurde. In diesem Zuge wurde auch die Idee einer Anlage für den TV Emmering wieder aufgegriffen. „Es dauerte bis 2012, ehe der Bebauungsplan rechtskräftig war“, erinnerte sich Schanderl bei der Eröffnung. Aufgrund vieler anderer Aufgaben der Gemeinde sei die Finanzierung der rund eine Million Euro teuren Anlage nicht einfach gewesen. Letztlich einigte man sich wie schon bei den Fußballplätzen des FC darauf, dass der Verein zehn Prozent der Kosten selbst tragen muss. Dazu gab es 135.000 Euro Zuschuss vom Staat, da die Anlage knapp zur Hälfte auch dem Schulsport dient.

Der Bayerische Landessportverband BLSV schoss weitere 76.000 Euro zu. Gleichwohl, so Schanderl, sei der Bau für eine Gemeinde wie Emmering noch immer eine Herkulesaufgabe gewesen. Dass diese geschultert werden konnte, lag laut Gemeindechef auch daran, dass der 1400 Mitglieder zählende TV Emmering hervorragende Organisationsarbeit und viel Eigenleitung erbracht habe. Das bestätigte auch der TVE-Vorsitzende Manfred Sinner: „Wir haben viele Stunden auf der Baustelle zugebracht, um die Kosten für den Verein gering zu halten.“ Die Abstimmung mit den Baufirmen sei nicht immer einfach gewesen, habe letztlich aber sehr gut funktioniert. Nicht zuletzt weil ein Großteil der 541 Kinder und Jugendlichen im Verein der Abteilung Leichtathletik angehören, freute sich Sinner umso mehr, dass den Sportlern nach rund einem Jahr Bauzeit „diese gelungene Anlage zur Verfügung gestellt werden kann“. Es sei eine gute Entscheidung gewesen, dieses Aushängeschild für den Verein und für den Leichtathletiksport im Allgemeinen zu schaffen. Nachdem die Leichtathletikanlage den kirchlichen Segen von Pastoralreferentin Susanne Kiehl und Pfarrerin Ursula Leitz-Zeilinger erhalten hatte, wurde die 400-Meter-Bahn auch gleich sportlich eingeweiht: Neben Schanderl und Sinner traten die Konrektorin Christel Benzinger und die Lehrerin Elisabeth Lintner von der Emmeringer Schule zum ersten Sponsorenlauf in der Geschichte der Anlage an die Startlinie.

Andreas Daschner

 

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