Die neue Nummer eins im Landkreis-Fußball - Der Favorit gab sich keine Blöße

Oberweikertshofen ist der Favorit

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Die Nummer eins im Landkreis-Fußball ist Oberweikertshofen.

Mammendorf – Der Favorit gab sich keine Blöße: Nach 2011, 2012 und 2013 sicherte sich der SC Oberweikertshofen mit einem am Ende ungefährdeten 6:2 (1:1)-Sieg über den SV Mammendorf den Sparkassenpokal 2015/16. Schon die U19-Nachwuchs-Elf des SCO hatte Anfang Juni den Pokal mit einem 2:1-Sieg über den SV Mammendorf gewonnen. Mit dem weiteren Erfolg untermauerten die Herrenfußballer ihren Anspruch als neue Nummer eins im Brucker Landkreis.   

 Ein Sparkassencupfinale, das 90 Minuten lang mit schwungvoller Musik begleitet wird, erlebt man auch nicht alle Tage. Vom in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sportplatz gelegenen Bürgerhaus klang während es gesamten Spiels die Musik einer Hochzeitskapelle rüber. Die beiden Mannschaften auf dem Platz schien die Musik jedoch zunächst nicht zu beflügeln. Der in seine vierte Saison in die Landesliga gehende SC Oberweikertshofen und der frisch in die Kreisliga aufgestiegene SV Mammendorf passten sich zunächst dem Sommerkick des vorausgegangenen Spiels um Platz drei an. Doch zumindest mehr torreife Chancen erlebten die 250 Zuschauer, als im kleinen Finale.

 So traf Patrick Feicht zum 1:0 für den SCO bereits nach wenigen Minuten. Den Treffer erkannte der souverän leitende Unparteiische Alexander Liebhart (Wörthsee), der heuer in die Landesliga aufstieg, zu Recht nicht an. Im Gegenzug hatte der Ex-Oberweikertshofener Sebastian Heiß die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß. Doch er zögerte zu lange mit dem Abschluss. Nach einer knappen halben Stunde durfte der Stürmer des SVM dann aber doch seinen persönlichen Triumph gegen seine Ex-Kollegen feiern. Bei einer Flanke schraubte er sich höher als der baumlange SCO-Abwehrspieler Tobias Rieder, und zur Überraschung von Torhüter Stefan Brunner sprang der Ball vom Innenpfosten ins Tor. Sechs Minuten vor der Pause gelang dem SCO durch Mehmet Ayvaz der 1:1-Ausgleich. Ein von Assad Nouhoum eingeleiteter Konter über Patrick Feicht, der uneigennützig auf Mario Maric abspielte, brachte den Landesligisten dann endgültig auf die Siegerstraße. Die Mammendorfer, die erst in der vergangenen Woche ins Training eingestiegen waren und noch kein Testspiel absolviert hatten, hatten dem anschließenden Sturmlauf des SCO nicht mehr viel entgegenzusetzen. Reichte die Kraft des Kreisliga-Aufsteigers in den ersten 45 Minuten noch und bot die Mannschaft dabei ein durchaus ansehnliches Spiel, so wurde die Elf von SVM-Trainer Heiko Nausch nun mehr und mehr in der eigenen Spielhälfte eingeschnürt.

 Zwangsläufig fielen weitere Treffer. SCO-Neuzugang Peter Herger vom TSV Rain erhöhte in der 56. Minute auf 3:1. Auch der zweite Neuzugang Richard Heckel vom SV Pullach traf zum 4:1 (65.), Spielertrainer Sebastian Schuff erhöhte auf 5:1 (73.), und Patrick Feicht auf 6:1 (77.). Den Schlusspunkt setzten die Mammendorfer durch Florian Skoff, als die SCO-Abwehr sich von einem schnell ausgeführten Freistoß überrumpeln ließ. Bei der anschließenden Siegerehrung, der Gewinner erhielt 600 Euro Siegprämie, der Zweite immerhin noch 350 Euro, hatte sich auch Maxi Schuch wieder etwas von seinem Schock erholt und mischte sich unter seine feiernden Kameraden. Das Oberweikertshofens Eigengewächs hatte auf der Fahrt zum Finale nach Mammendorf einen Autounfall erlitten, der Gottseidank aber glimpflich ausging.

 Dieter Metzler

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