In Schweinsteigers Fußstapfen was den Namen angeht: Ihre Mitspielerinnen  beim Kreisligisten SC Fürstenfeldbruck nennen die Nationalspielerin Schw ...

Die 23-jährige Offizieranwärterin             Vanessa Schweinshaupt mischt beim  SC FFB mit

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Offizieranwärterin und Militär-Nationalspielerin Vanessa Schweinshaupt spielt mit viel Spaß beim Kreisligisten SC Fürstenfeldbruck Fußball.

Fürstenfeldbruck – Die 23-jährige Vanessa Schweinshaupt ist seit September vergangenen Jahres Offizieranwärterin bei der Offizierschule der Luftwaffe in Fursty und jagt seit der Rückrunde bei den Kreisliga-Frauen des SC Fürstenfeldbruck dem runden Leder nach. Mit der aus Münchberg in der Nähe von Hof stammenden Offensivkraft hat die Frauen-Elf des Brucker Sportclubs eine echte Verstärkung erhalten. Denn „Schweini“, wie sie von ihren Mitspielerinnen gerufen wird, ist Nationalspielerin und zwar im Frauen-Team der Bundeswehr-Nationalmannschaft.

 Und mit der Elf wurde sie im vergangenen Jahr in Warendorf sogar Weltmeisterin. „Vor 1.500 Zuschauern zu spielen, ist schon ein tolles Erlebnis“, erzählt die begeisterte Sportlerin. Auch wenn sie erst kurz vor Schluss zum Einsatz kam, darf sie sich nach dem 1:0-Finalsieg über Südkorea natürlich Weltmeisterin nennen. Die Offizieranwärterin stammt aus einer fußballbegeisterten Familie. Ihr Bruder trainiert eine Bundesliga-Jugendmannschaft. Sie selbst begann mit drei Jahren Fußball zu spielen. Ihr erster Verein war der ATS 04 Münchberg. Mit 14 Jahren trainierte sie bereits mit der Frauenelf in ihrem Heimatverein mit und stand in der Oberfranken-Jugendauswahl. Mit 16 Jahren durfte „Schweini“ endlich in der „Ersten“ des FC Eintracht Münchberg in der Landesliga kicken. 

Nach zwei Jahren wechselte sie zum Landesligisten FSV 94 Unterkotzau, und weitere zwei Jahre später zum Bayernligisten 1. FFC Hof. Fast wäre sie mit der Mannschaft in die Regionalliga aufgestiegen. Bevor sich Vanessa Schweinshaupt für die Offizierslaufbahn entschied, bewarb sie sich bei der Offizierbewerberprüfzentrale (OPZ) in Köln. „Ich wollte erst einmal wissen, wie es bei der Bundeswehr zugeht“, erzählte sie. Nach bestandenem dreitägigem Test erhielt sie 2011 ihre Einberufung zu einer Heereseinheit in Dillingen, später wurde sie in Heimatnähe nach Hof versetzt, bis sie den Teilstreitkraftwechsel zur Luftwaffe vollzog und nach Fursty kam. In der Kreisstadt gefällt es ihr sehr gut. „Dazu das verlockende Sport- und Freizeitangebot in München“, meinte Vanessa Schweinshaupt. 

Die Frage, wie lange „Schweini“ bei den Bruckerinnen spielen wird, beantwortet die Bw-Nationalspielerin so. „Ich will beim Spielen in erster Linie Spaß haben, und den habe ich hier im Verein. Wenn ich nach hoffentlich erfolgreichem Abschluss des Offizierlehrgangs an der Bundeswehr-Uni in Neubiberg Wirtschaftswissenschaften und Journalismus studiere, kann ich doch hier im Verein, wo es mir gefällt, weiter spielen. Die Entfernung zwischen Neubiberg und Bruck sehe ich nicht als Wechselgrund an.“ Apropos „Schweini“. Vanessa Schweinhaupt hat ihren Spitznamen natürlich aufgrund ihres Namens weg und nicht in Anlehnung, wie mancher glauben könnte,  an National- und Bayernspieler Bastian Schweinsteiger. „Schweinsteiger ist zwar ein extrem guter Fußballer, aber ich bin weder ein Fan von ihm, noch wäre mein Fußballstil vergleichbar“, stellt Brucks „Schweini“ richtig. 

Dieter Metzler

 

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